Schlieren

Vorschläge der Stadtratskandidaten für den Bau der Limmattalbahn

Stadthaus Schlieren

Stadthaus Schlieren

Die Stadtratskandidierenden erklären, welche Lösung sie im Spitalquartier favorisieren. Derzeit sind zwei parlamentarische Vorstösse zum Thema hängig.

Immer wieder sorgt die Linienführung der Limmattalbahn im Schlieremer Spitalquartier für rote Köpfe. Während die einen eine Verlängerung des Färberhüslitunnels vom Spital Limmattal bis in die Urdorfer Industrie fordern, bevorzugen die Anderen eine oberirdische Lösung entlang der Spitalstrasse.

Derzeit sind zwei parlamentarische Vorstösse zum Thema hängig. So oder so wird das Thema Limmattalbahn auch den Wahlkampf um die Sitze im Schlieremer Stadtrat prägen. Die Limmattaler Zeitung fragt die acht Kandidierenden, die sich am 9. Februar für das siebenköpfige Gremium zur Wahl stellen: Welche Linienführung wäre Ihrer Meinung nach die Richtige an dieser Stelle - und wieso?

Die visualisierte Linienführung zerstört die Grundlage eines attraktiven Wohnraumes. Daher ist es angebracht, jede andere Variante (auch den Tunnel) seriös zu prüfen. Die Erschliessung des Spitals entspricht nicht heutigen Ansprüchen. Die Limmattalbahn soll Wohnraum und Arbeitsplatz positiv prägen. Wird die ausgesteckte Linienführung wirklich so realisiert, widersprechen wir unseren Grundsätzen und Richtlinien.

Pierre Dalcher (SVP), neu

Die visualisierte Linienführung zerstört die Grundlage eines attraktiven Wohnraumes. Daher ist es angebracht, jede andere Variante (auch den Tunnel) seriös zu prüfen. Die Erschliessung des Spitals entspricht nicht heutigen Ansprüchen. Die Limmattalbahn soll Wohnraum und Arbeitsplatz positiv prägen. Wird die ausgesteckte Linienführung wirklich so realisiert, widersprechen wir unseren Grundsätzen und Richtlinien.

Erstens: Ich bin klar der Meinung, dass die Limmattalbahn kein teures Spielzeug, sondern wichtig für uns alle ist. Zweitens: Der Stadtrat hat sich intensiv mit der Linienführung und möglichen Alternativen beschäftigt. Trotzdem kann ein solches Werk nie die Wünsche aller Beteiligten erfüllen. Eine unterirdische Station ist sowohl technisch schwierig als auch aus Sicherheitsüberlegungen nicht wünschenswert.

Markus Bärtschiger (SP), bisher

Erstens: Ich bin klar der Meinung, dass die Limmattalbahn kein teures Spielzeug, sondern wichtig für uns alle ist. Zweitens: Der Stadtrat hat sich intensiv mit der Linienführung und möglichen Alternativen beschäftigt. Trotzdem kann ein solches Werk nie die Wünsche aller Beteiligten erfüllen. Eine unterirdische Station ist sowohl technisch schwierig als auch aus Sicherheitsüberlegungen nicht wünschenswert.

Die Limmattalbahn wird eine wichtige Funktion im öffentlichen Verkehr einnehmen und das steigende Mobilitätsbedürfnis unserer Bevölkerung im Limmattal decken. Ich stehe hinter dem Projekt. Der Stadtrat hat sich intensiv mit der Linienführung beschäftigt und stellt einen grossen Nutzen der Anbindung von Spital und Kantonsschule fest. Die Bahn ist für mich deshalb eine Frage des Gesamtwohls, und nicht meiner Präferenzen.

Bea Krebs (FDP), bisher

Die Limmattalbahn wird eine wichtige Funktion im öffentlichen Verkehr einnehmen und das steigende Mobilitätsbedürfnis unserer Bevölkerung im Limmattal decken. Ich stehe hinter dem Projekt. Der Stadtrat hat sich intensiv mit der Linienführung beschäftigt und stellt einen grossen Nutzen der Anbindung von Spital und Kantonsschule fest. Die Bahn ist für mich deshalb eine Frage des Gesamtwohls, und nicht meiner Präferenzen.

Die Spitalstrasse ist schlicht zu eng für Doppelspur und zwei Fahrbahnen - der Eingriff ins Quartier zu massiv. Die Verlängerung des Tunnels wäre noch stets die beste Lösung. Eine valable Alternative dazu wäre für mich Einbahnverkehr: Spital-, Schönenwerd- und Bundentalstrasse mit allfälliger Öffnung des Kreisels an der Schlierenstrasse. Damit liesse sich eine Fahrspur einsparen. Klar ist, dass die jetzige Variante keine Variante ist!

Stefano Kunz (CVP), neu

Die Spitalstrasse ist schlicht zu eng für Doppelspur und zwei Fahrbahnen - der Eingriff ins Quartier zu massiv. Die Verlängerung des Tunnels wäre noch stets die beste Lösung. Eine valable Alternative dazu wäre für mich Einbahnverkehr: Spital-, Schönenwerd- und Bundentalstrasse mit allfälliger Öffnung des Kreisels an der Schlierenstrasse. Damit liesse sich eine Fahrspur einsparen. Klar ist, dass die jetzige Variante keine Variante ist!

Mit der Limmattalbahn soll der künftige Verkehr bewältig werden. Sie macht Sinn, wenn sie Zentren und wichtige öffentliche Einrichtungen wie Spital und Kantonsschule verbindet. Die Linienführung in groben Zügen ist damit vorgegeben. Viele werden profitieren, anderen macht die Vorstellung Angst, ein Tram vor die Nase gesetzt zu bekommen. Ich fürchte, eine optimale Lösung für alle Bedürfnisse gibt es nicht.

Toni Brühlmann-Jecklin (SP), bisher

Mit der Limmattalbahn soll der künftige Verkehr bewältig werden. Sie macht Sinn, wenn sie Zentren und wichtige öffentliche Einrichtungen wie Spital und Kantonsschule verbindet. Die Linienführung in groben Zügen ist damit vorgegeben. Viele werden profitieren, anderen macht die Vorstellung Angst, ein Tram vor die Nase gesetzt zu bekommen. Ich fürchte, eine optimale Lösung für alle Bedürfnisse gibt es nicht.

Die Limmattalbahn ist ein kantonales Projekt mit Auswirkungen bis tief in die Quartiere. Dass Kantonsschule und Limmattal Spital mit der Limmattalbahn erreichbar sein sollen, ist nachvollziehbar. Für Schlieren bedeutet dies aber eine Schlaufe, die nicht auf Kantonsstrassengebiet liegt. Für die Entscheide des Stadtrates gilt das Kollegialitätsprinzip. Jede Lösung ist ein Kompromiss - wir müssen gemeinsam den verträglichsten finden.

Manuela Stiefel (FDP), bisher

Die Limmattalbahn ist ein kantonales Projekt mit Auswirkungen bis tief in die Quartiere. Dass Kantonsschule und Limmattal Spital mit der Limmattalbahn erreichbar sein sollen, ist nachvollziehbar. Für Schlieren bedeutet dies aber eine Schlaufe, die nicht auf Kantonsstrassengebiet liegt. Für die Entscheide des Stadtrates gilt das Kollegialitätsprinzip. Jede Lösung ist ein Kompromiss - wir müssen gemeinsam den verträglichsten finden.

Ich neige zur grossen Tunnel-Variante. Sie eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten in Schlieren Südwest. Schwamendingen hat gute Erfahrungen mit unterirdischen Stationen gesammelt. Attraktiv ist der wettersichere Zugang vom Spital zur Station, und die Anwohnerschaft wird nicht beeinträchtigt. Problematisch sind die Finanzierung und die Rampe in Urdorf. Gibt es eine gemeindeübergreifende, einvernehmliche Lösung?

Nikolaus Wyss (GLP), neu

Ich neige zur grossen Tunnel-Variante. Sie eröffnet neue Gestaltungsmöglichkeiten in Schlieren Südwest. Schwamendingen hat gute Erfahrungen mit unterirdischen Stationen gesammelt. Attraktiv ist der wettersichere Zugang vom Spital zur Station, und die Anwohnerschaft wird nicht beeinträchtigt. Problematisch sind die Finanzierung und die Rampe in Urdorf. Gibt es eine gemeindeübergreifende, einvernehmliche Lösung?

Der Entscheid, die Limmattalbahn ans Spital und die Kantonsschule zu führen, ist meines Erachtens richtig. Die neue Bahn soll in einem Wachstumsgebiet Zentren und wichtige Punkte miteinander verbinden. Eine für alle Betroffenen gleichsam gute Lösung gibt es wohl nicht.

Christian Meier (SVP), bisher

Der Entscheid, die Limmattalbahn ans Spital und die Kantonsschule zu führen, ist meines Erachtens richtig. Die neue Bahn soll in einem Wachstumsgebiet Zentren und wichtige Punkte miteinander verbinden. Eine für alle Betroffenen gleichsam gute Lösung gibt es wohl nicht.

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