Dietikon

Voller Einsatz: FMS-Klasse baut im Chrüzi einen neuen Geissenturm

Im Rahmen eines Sozialeinsatzes packen Baselbieter Schülerinnen und Schüler im Dietiker Chrüzacher und im Urdorfer Alterszentrum mit an.

Die drei jungen Frauen rollen die in Farbe getauchten Malerwalzen immer wieder über die Bretter, bis keine Stelle mehr farblos ist. Die Farbspritzer auf ihren alten T-Shirts scheinen von früheren Malarbeiten zu stammen, so sorgfältig wie sie das Holz einfärben. «Es ist beinahe eine meditative Arbeit», sagt eine der Malerinnen.

Sie und ihre 17 Klassenkameradinnen und -kameraden einer Fachmittelschule in Oberwil in Baselland leisten diese Woche im Dietiker Chrüzacher einen Sozialdienst. Kombiniert wird dieser mit zwei Nachmittagseinsätzen im Alterszentrum Weihermatt in Urdorf. «Es ist üblich, im zweiten Jahr der FMS eine Sozial- oder Arbeitswoche abzuhalten. Da in unserer Klasse beinahe alle das Berufsfeld Pädagogik gewählt haben, entschieden wir uns für eine Mischform», erklärt Beritan Ertokus. Die 16-jährige Schülerin kleidet mit zwei Kolleginnen eine Eingangssäule der Freizeitanlage mit den farbigen Brettern ein. Die Bretterwand soll gleichzeitig als Infoanschlag dienen.

Auch Parkplätze für die Bobbycars werden erstellt

Unterstützung erhalten Ertokus und ihre Kolleginnen dabei von Mia Peterhans, der stellvertretenden Leiterin des Chrüzachers. «Die Schülerinnen und Schüler arbeiten alle sehr motiviert. Es ist eine tolle Sache», sagt sie. Zwar entstehe eine Menge Betreuungsaufwand, der beinahe ihr ganzes Team beanspruche. Die Klasse sei aber eine grosse Hilfe und könne viele anstehende Arbeiten erledigen. So malt etwa eine Gruppe Parkplätze für Bobbycars und Spielzeugtraktoren auf den Boden, eine andere rodet im Enten- und Hühnergehege und eine weitere baut den Geissen einen Kletterturm.

«Es ist ein gutes Gefühl, nach getaner Arbeit ein konkretes Ergebnis vor sich zu haben», sagt Jill Keiser. Die Reinacherin sägt gerade Holz vom alten Piratenschiff zurecht, das nun für den Geissenturm verwendet wird. Auch die 18-jährige Isabelle Brüsch, die Sträucher zurückschneidet und so den Besucherinnen und Besuchern wieder freie Sicht auf die Enten und Hühner ermöglicht, macht die körperliche Arbeit Spass. «Es ist zwar anstrengend, dafür wird einem sicher nicht langweilig.»

Lager stärken den Klassenzusammenhalt

«Das Ziel dieses Sozieleinsatzes ist, aus dem Schulalltag rauszukommen und mit einem gemeinnützigen Sozialeinsatz der Gesellschaft etwas zurückzugeben» sagt Anja Seiler. Sie ist als Begleitperson im Lager dabei und unterstützt den Klassenlehrer Walter Lang . Zudem stärke das Lager auch den Klassenzusammenhalt und die Schüler wie auch die Lehrer würden sich von einer anderen Seite kennenlernen. Für die Verpflegung sorgen die Schülerinnen und Schüler selbst. So ist jeweils immer eine neu zusammengestellte Kochgruppe für den Einkauf sowie die Zubereitung der Mahlzeiten verantwortlich.

Heute Freitag besucht die Klasse nochmals gemeinsam das Altersheim und musiziert mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. Bevor es anschliessend wieder zurück ins Baselbiet geht, dürfen sich die Schülerinnen und Schüler bei einem Ausflug nach Zürich von der Woche erholen.

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Autor

Sebastian Schuler

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