Betreuung
Uitikon investiert in die Kinderbetreuung: Kinderkrippe Löwenzahn soll ausgebaut werden

Die Kinderkrippe Löwenzahn soll bis Ende 2018 etappenweise ausgebaut werden – das kostet rund 380000 Franken

Alex Rudolf
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Eine Kinderkrippe. (Symbolbild)

Eine Kinderkrippe. (Symbolbild)

Keystone

An der Binzmatt 19 in Uitikon ist Platz ein knappes Gut. Daher soll die in dieser Liegenschaft beheimatete Kinderkrippe Löwenzahn erweitert werden, wie der Gemeinderat jüngst mitteilte. Dazu bewilligte er bereits einen Kredit in der Höhe von 50 000 Franken für die Projektierung. «Diese Massnahme wird notwendig, da die Kinderkrippe heute eine Warteliste führen muss – die 28 zur Verfügung stehenden Plätze sind besetzt», sagt Sozialvorsteherin Carol Hofer (parteilos). Wie viele Kinder auf der Liste sind, unterliege einer gewissen Fluktuation, sagt sie weiter. Dies unter anderem, weil sich die Möglichkeiten für die Uitiker Familien erweitert haben: «Manche entscheiden sich für ein Au-pair, andere bewerben sich für eine Krippe in der Stadt Zürich», so Hofer.

Geplant ist, die Räume der Praxis für Traditionelle Chinesische Medizin wie auch jene der Arztpraxis von Otmar Zgraggen für die Kinderbetreuung zu verwenden. Dies soll etappenweise geschehen. Ab nächsten Sommer sollen die Arbeiten in den Räumen der Praxis für chinesische Medizin beginnen, sodass die Krippe diese im Oktober beziehen kann. Ein Jahr später – mit dem Freiwerden der grossen Praxis – sollen auch dort die Arbeiten beginnen können. Nach Vollendung dieser beiden Ausbauetappen können sich laut Hofer mindestens zwei neue Gruppen im «Löwenzahn» formieren, was in etwa 22 neuen Plätzen entspricht. Gesamthaft sollen sich die Kosten der Umnutzung für den Steuerzahler voraussichtlich auf rund 380 000 Franken belaufen. Den Stimmberechtigten wird der Kredit an der Gemeindeversammlung vom Mai 2017 unterbreitet werden.

Leidensgeschichte ist lang

Auch wenn die Kinderkrippe Löwenzahn aus der Gemeinde kaum wegzudenken ist, war es ein langes Ringen, bis Uitikon im Jahr 2014 zu seiner ersten Krippe kam. Bereits im Jahr 2005 befasste sich der Gemeinderat im Rahmen einer Klausurtagung mit diesem Thema, es folgten Standortevaluationen – unter anderem auf der Allmend. Der Vorschlag eines Pavillon-Neubaus aus dem Jahr 2006 blieb an der Urne chancenlos. Ein Jahr später startete ein einjähriger Versuchsbetrieb im ehemaligen Asylpavillon. Im Mai 2013 gab die Gemeindeversammlung den Segen für die Kinderkrippe in der gemeindeeigenen Liegenschaft Binzmatt. Seither wird der Betrieb der Kinderkrippe Löwenzahn vom gleichnamigen Verein geführt.

Wie schätzt Hofer die Chancen des 380 000-Franken-Kredits ein, den sie vor die Gemeindeversammlung bringen wird? «Ich bin überzeugt, die Uitiker stehen heute hinter dem Betreuungsangebot und möchten es nicht mehr missen», sagt sie. Damals vor gut zehn Jahren, als die Diskussion in der Gemeinde startete, sei es noch umstritten gewesen, ob es in Uitikon tatsächlich eine Krippe brauche. Diese Frage hat sich inzwischen aber erledigt. So eröffnete vergangenes Jahr die private Krippe Minibambini an der Birmensdorferstrasse, wo es Platz für 22 Kinder gibt.

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