Region Limmattal

Uitikerinnen und Uitiker zahlen unerwartet viel Steuern – das lässt das Eigenkapital der Gemeinde wachsen

Die Schule Uitikon (hier das Schulhaus Schwerzgrueb) nimmt 2,2 Millionen Franken mehr Steuern ein, als man erwartet hatte.

Die Schule Uitikon (hier das Schulhaus Schwerzgrueb) nimmt 2,2 Millionen Franken mehr Steuern ein, als man erwartet hatte.

Die politische Gemeinde legt ein Plus von vier Millionen vor und die Schulgemeinde eines von zwei Millionen.

Wer an der Gemeindeversammlung vom 23. Juni in Uitikon teilnehmen will, muss sich coronabedingt online registrieren und einen Ausdruck der Anmeldebestätigung mitbringen. Zwei Wochen nach der Veranstaltung werden die Angaben gelöscht, wie es auf der Website der Gemeinde heisst.

Die Inhalte der Versammlung dürften weitaus erfreulicher sein als die Umstände. So legt die politische Gemeinde in ihrer Rechnung ein Plus von 4,1 Millionen Franken vor. 4,1 Millionen beträgt auch die positive Abweichung vom Budget. «Das Resultat wurde hauptsächlich durch Mehrerträge bei den Steuern geprägt, die 3,8 Millionen der Gesamtverbesserung ausmachen», schreibt der Gemeinderat. Im Besonderen seien die Einnahmen aus der Grundstückgewinnsteuer mit 15,1 Millionen hoch ausgefallen. Veranschlagt waren 13,5 Millionen.

Die Gemeinde investierte im vergangenen Jahr 4,6 Millionen, was einer Realisierungsquote von 83 Prozent entspricht. Das Eigenkapital von Uitikon wächst und wächst: Neu verfügt die Gemeinde über knapp 40 Millionen Franken. Insgesamt sei es im Budget zu wenigen Abweichungen gekommen, da die Gemeinde ein regelmässiges Controlling durchgeführt habe, heisst es weiter.

Neben dem Budget berät die Gemeindeversammlung auch einen Kredit von 3,5 Millionen Franken für die Sanierung des Hallenbades vor. Das Becken zeige grosse Abnutzungserscheinungen und müsse dringend saniert werden, heisst es. Die Rechnungsprüfer empfehlen für die Jahresrechnung wie auch für den Hallenbad-Urnengang vom Herbst ein Ja.

700'000 Franken buchhalterischer Gewinn

Gut sieht es auch bei der Uitiker Schule aus. Ihre Rechnung schliesst mit einem Plus von gut 2 Millionen Franken ab. Dies bei einem Gesamtaufwand von 16,1 Millionen Franken und einem Ertrag von 18,1 Millionen Franken. Budgetiert war ein Minus von knapp 900'000 Franken. Der Hauptgrund für dieses Ergebnis liege in erster Linie bei einem um rund 2,2 Millionen Franken höheren Ertrag aus den Steuern. Nur buchhalterisch wurde das Ergebnis um weitere 700'000 Franken verbessert, weil der Ressourcenausgleich nicht periodengerecht abgegrenzt werden musste.

Aufgrund höherer Ausgaben in den Bereichen Schulverwaltung, Sonderschulen und Primarstufe lag der Gesamtaufwand mit 16,1 Millionen Franken rund 130'000 Franken über dem Budget. Mit rund 120'000 Franken Mehrkosten schlugen die Ausgaben im Bereich Sonderschulungen zu Buche. Entstanden sind diese durch nicht planbare und gebundene Beiträge an private Sonderschulen und Heime. Das Finanzvermögen der Schule wächst dank des positiven Jahresergebnisses rasant an. Waren bislang rund 7,5 Millionen Franken auf diesem Konto enthalten, sind es neu rund 10,5 Millionen.

An der Gemeindeversammlung wird die Schulpflege zudem die Schaffung einer Fachstelle Medien und Informatik beantragen. «Nicht zuletzt die durch Covid-19 verursachte Krisensituation, die zur Schliessung der Schule geführt hat, zeigt anschaulich, wie wichtig es ist, über ein Kompetenzzentrum in Sachen Medien und Informatik zu verfügen», schreibt die Schulpflege in der Weisung. Die Stelle soll von einer Lehrperson mit Zusatzqualifikation bekleidet werden, wofür die Schulpflege jährlich wiederkehrende 135'000 Franken beantragt. Die Uitiker Rechnungsprüfungskommission empfiehlt ein Ja zu Budget und zur neuen Stelle.

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