Unterengstringen
Termin für nächstes Gemeindehaus-Votum steht

Am 20. März befindet die Gemeindeversammlung über den Kredit für die vorgezogene Detailprojektierung. Im Idealfall könnte im Frühjahr 2015 mit dem Bau des neuen Gemeindehauses an der Dorfstrasse begonnen werden.

Sandro Zimmerli
Drucken
Teilen
Für das neue Gemeindehaus an der Dorfstrasse müsste die Gemeindescheune abgerissen werden.

Für das neue Gemeindehaus an der Dorfstrasse müsste die Gemeindescheune abgerissen werden.

Sandro Zimmerli

Es geht voran mit der Planung des Neubauprojektes für ein Gemeindehaus an der Dorfstrasse. Der Unterengstringer Gemeinderat wird für den 20. März eine ausserordentliche Gemeindeversammlung anberaumen, wie Gemeindepräsident Peter Trombik auf Anfrage erklärte. Dort wird über einen Teil des ursprünglich für die Ausführung des Projektes geplanten Kredites befunden. Mit diesem Geld könnte die Detailprojektierung vorgezogen und vertieft werden. Der Gemeinderat hat festgestellt, dass er dadurch die finanzielle Sicherheit beträchtlich erhöhen kann.

Bezug frühestens 2016 möglich

Läuft alles optimal, könnte im Herbst 2013 die Baubewilligung erteilt und das Ausschreibungsverfahren lanciert werden. Im April 2014 sollte dann der Totalunternehmer bestimmt werden. Aufgrund seiner Offerte wird sich der Gemeinderat an den eigentlichen Baukredit machen. Zu dessen Behandlung ist eine vorberatende Gemeindeversammlung notwendig. Diese könnte frühestens im September 2014 stattfinden. Drei Monate später soll die Urnenabstimmung durchgeführt werden. So könnte im Frühjahr 2015 mit dem Bau begonnen werden. Der Bezug des Gebäudes ist ein Jahr später vorgesehen.

Nebst dem eigentlichen Geschäft, der Krediterteilung für die vorgezogene Detailprojektierung, wird der Gemeinderat an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung auch das geplante Neubauprojekt von Architektin Tilla Theus nochmals vorstellen. Denn dieses lag wegen eines Rechtsstreites über eineinhalb Jahre auf Eis. So war das am Architekturwettbewerb zweitplatzierte Büro nicht damit einverstanden, dass der Gemeinderat im Rahmen des Wettbewerbes ein so genanntes «Public Voting» durchführte. Der Fall gelangte bis vor Bundesgericht. Dieses entschied zugunsten des Gemeinderates und wies den Fall zur Neubeurteilung zurück an das Verwaltungsgericht.

Bei der Prüfung der anderen Rügen des Architekturbüros zum Vergabeverfahren kam es zum Schluss, dass die Punktevergabe bezüglich der Preisofferte nicht korrekt war. Der Zuschlag sollte nun das zweitplatzierte Architekturbüro enthalten, was für den Gemeinderat nicht infrage kam. Vor einem knappen Monat konnten sich die beiden Parteien aussergerichtlich einigen. Über die Modalitäten wurde Stillschweigen vereinbart. Damit ist der Weg nun definitiv frei für die weiteren Planungen des Tilla-Theus-Projektes.

Aktuelle Nachrichten