Schutzkonzept

Schulen im Limmattal bereiten Massnahmen – Coronagefahren lauern auf dem Pausenplatz

Wann der Unterricht wieder in den Klassenzimmern stattfindet, ist unklar.

Wann der Unterricht wieder in den Klassenzimmern stattfindet, ist unklar.

Schutzkonzepte Das Risiko, dass sich Schülerinnen und Schüler während des Unterrichts mit dem Coronavirus anstecken, soll gering sein: Die Schulen im Limmattal bereiten zahlreiche Massnahmen vor – und warnen vor Gefahren ausserhalb des Schulzimmers.

Putzen, putzen, putzen: «Das Schulhaus wird täglich gereinigt, Stellen, die häufig mit den Händen berührt werden, werden regelmässig desinfiziert», heisst es beispielsweise in einem Elternschreiben der Oberstufenschule Weiningen. Die Primarschule Weinigen hat ebenfalls angekündigt, dass alle relevanten Arbeitsflächen und Materialien desinfiziert und die WCs geputzt werden. Dies erfolgt bei jedem Wechsel der Klassengruppen – also gleich dreimal am Tag, um 9.45 Uhr, über Mittag und am Abend.

Gestaffelte Klassen: Im Klassenzimmer sind nur Gruppen bis 15 Schülerinnen und Schüler erlaubt. Damit diese kleinen Gruppen vor oder nach Schulbeginn oder während der Pausen nicht zu grossen verschmelzen, haben die Schulen viele Überlegungen angestellt. Die Schule Dietikon setzt – wie die Schule Oberengstringen und weitere – auf eine Staffelung der Pausen. So werden beispielsweise in der grossen Schuleinheit Fondli zunächst die Schüler in den geraden Klassenzimmern in die Pause geschickt, danach jene der ungeraden, wie Schulpräsident Reto Siegrist erklärt.

Im Aussenbereich sind verschiedene Aufenthaltsbereiche definiert worden, die den einzelnen Klassen wochenweise zugewiesen werden. «Ein ausgeklügeltes System», sagt Siegrist. «So können wir Pausen ermöglichen, ohne dass es zu grosse Ansammlungen gibt.»

Arealverbote: Um das Risiko einer Ausbreitung des Coronavirus minimieren zu können, reicht es nicht aus, wenn sich nur die Schüler innerhalb ihrer kleinen Halbklasse bewegen. In den Schulen werden deshalb auch die Erwachsenen sensibilisiert: «Bitte kommen Sie als Eltern nur nach Voranmeldung in die Schule», hält etwa die Schule Urdorf in einem Elternbrief fest. Und: «Achten Sie auf die Abstandsmarkierung vor dem Eingang, falls Sie Ihr Kind zur Schule begleiten.» Die Primarschule Oetwil-Geroldswil bittet die Eltern derweil dringend, dass sie das Schulareal nicht betreten. «Bitte vermeiden Sie wenn möglich das Betreten des Schulhausareals», heisst es auch in Elternbriefen der Schlieremer Schule.

Turnen ohne Umziehen: Dass es sich bei der Schulöffnung vom Montag erst um einen ersten Schritt in die Normalität handelt, diese aber noch etwas entfernt ist, zeigt sich in Details. So hält beispielsweise die Primarschule Weiningen fest, dass eine Sportlektion in den Unterricht eingebaut werden soll. «An diesen Tagen sollen die Kinder in sportlichem Tenü zur Schule kommen.» Denn die Garderoben stehen in Coronazeiten nicht zur Verfügung.

Gross und leer: Auch der Bus gilt als Ort, an dem Virengefahr droht. Die Oberstufe Weiningen (mit Untereng­stringen, Oetwil und Geroldswil) hat deshalb mit den VBZ vereinbart, dass diese trotz weniger Passagieren grosse Gelenkbusse einsetzt. «Trotzdem empfehlen wir dringend, den Schulbus zu meiden und zu Fuss oder mit dem Velo in die Schule zu kommen.» 

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