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Schlieren macht im Städte-Ranking erneut Plätze gut – der Vorsprung auf Dietikon wird grösser

Im Zürcher Limmattal befinden sich mit Schlieren und Dietikon gleich zwei der 25 attraktivsten Städte.

Im Zürcher Limmattal befinden sich mit Schlieren und Dietikon gleich zwei der 25 attraktivsten Städte.

Schlieren holt sich den 20. Rang. Dietikon rutscht auf den 25. Rang ab. Das sagen die Standortförderer dazu.

Das in der Zeitschrift «Bilanz» veröffentlichte jährliche Schweizer Städte-Ranking gibt Dietikon und Schlieren wieder eine gute Platzierung. Schlieren ist vom 21. auf den 20. Platz aufgestiegen. Noch 2016 war Schlieren auf dem 25. Platz. Seither stieg die Stadt immer weiter auf.

Bei fast allen Kriterien konnte sie ihre Position halten oder verbessern. Im Kriterium Soziales kann Schlieren nun sogar den dritten Platz vorweisen. Nur im Kriterium Besonderheiten der Stadt verlor Schlieren Plätze.

Der Standortförderer von Schlieren, Albert Schweizer, sagt: «Wir sind sehr stolz auf die Platzierung und freuen uns, dass wir uns seit längerem in den Top 25 halten können.» Die Stärken von Schlieren sieht der Stadtförderer vor allem bei der Zusammenarbeit von Behörden, Gewerbe und Bevölkerung. Schlieren habe zudem immer noch eine gewisse Dynamik, von welcher die Einwohner profitieren. Potenzial sieht Schweizer in Schlieren vor allem im Bereich der Kultur und Freizeit: «Auch wenn wir nahe an Zürich sind, so braucht Schlieren seine eigene Kultur.»

Dietikon ist im Ranking von Chur überholt worden und vom 24. auf den 25. Platz zurückgefallen. Bei den meisten Kriterien hat die Stadt Dietikon Plätze eingebüsst. Einzig bei den Kriterien Arbeitsmarkt, Gesundheit und Sicherheit erhielt die Stadt eine bessere Bewertung. Beim Kriterium Bevölkerung und Wohnen ist Dietikon mit dem achten Platz immer noch unter den zehn attraktivsten Städten. Im Jahr 2016 war die Stadt insgesamt noch auf dem 20. Platz. Seitdem hat Dietikon jedes Jahr Plätze verloren.

Adrian Ebenberger, Stadtförderer von Dietikon, nimmt das Resultat sportlich. Seiner Meinung nach muss man es mit einer gewissen Vorsicht ansehen: «Wir sind unter anderem in der Kultur Plätze zurückgefallen, obwohl wir mit dem Gleis 21 letztes Jahr ein Kulturzentrum von regionaler Bedeutung eröffnet haben.» Trotzdem könne er sehen, warum Dietikon bei gewissen Kriterien Plätze verloren habe. Die Baustelle der Limmattalbahn blockiere unter anderem die Hauptverkehrsachsen der Stadt und wegen der hohen Sozialquote sei es nicht möglich gewesen, die Steuern zu senken. «Dietikon ist aber als Bezirkshauptstadt eine sehr attraktive Stadt. Wir haben durch die SBB und den Autobahnzubringer sehr gute Verkehrsanbindungen» erklärt Ebenberger. Des Weiteren habe die Stadt ein starkes Gewerbe und eine positive Pendlerbilanz, was von einer starken Wirtschaft zeuge.

Weder Schweizer noch Ebenberger sehen das Ranking als ein Wettrennen. Beide schätzen die enge Zusammenarbeit zwischen den beiden Städten. Sie heben aber hervor, dass ein gewisser Wettbewerb zugleich das Geschäft belebe und gut sei. Trotzdem lobt Ebenberger seinen Kollegen aus Schlieren: «Man darf neidlos eingestehen, dass Schlieren mit der Entwicklung des Biotechnologieparkes in den letzten Jahren einen sehr guten Job gemacht hat.»

Stadt Zürich holt sich erneut den ersten Platz

Das Städteranking der «Bilanz» wird vom Beratungsunternehmen Wüest Partner AG erstellt. Dem Ranking liegen elf verschiedene Kriterien zugrunde. Es werden unter anderem der Arbeitsmarkt, die Mobilität und der Steuerfuss der jeweiligen Stadt berücksichtigt. Anhand dieser Kriterien werden 162 Städte in der Schweiz bewertet. Zuoberst im Ranking ist dieses Jahr erneut die Stadt Zürich, gefolgt von Zug und Bern. Mit dem 166. Rang bildet Steffisburg im Kanton Bern erneut das Schlusslicht des Rankings.Auch andere Limmattaler Gemeinden als Dietikon und Schlieren sind im Ranking vertreten. Urdorf holt sich wie letztes Jahr den 66. Platz. Spreitenbach konnte sogar zulegen. Die Gemeinde ist vom 74. auf den 70. Platz aufgestiegen.

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