Schlieren
Einhelliger Tenor: Alle waren vom heissen Spezialeinsatz restlos begeistert

An der Übung der Jugendfeuerwehr des Bezirks Dietikon versuchten sich Jugendliche in Brandbekämpfung und anderen Disziplinen. Das Fazit der Organisatoren fällt positiv aus.

Christian Murer
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Raphael übt das Beatmen mit der Puppe.
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Fast wie bei Stars Wars: Kevin und Cyril ziehen die Atemschutzgeräte an.
Volles Rohr für Gino.
Flavio Impusino, ein strahlender Schlieremer Feuerwehr-Kommandant.

Raphael übt das Beatmen mit der Puppe.

Christian Murer

Kurz vor 14 Uhr am vergangenen Samstagnachmittag beim Depot Büelhof an der Uitikonerstrasse 30 in Schlieren. Jugendliche und Feuerwehrleute aus dem Bezirk Dietikon versammelten sich zur fünften Jugendfeuerwehr-Übung in diesem Jahr.

Nachdem die Verantwortlichen den Jugendlichen letzte wichtige Informationen vermittelt hatten, dislozierten die jungen Feuerwehrleute mit ihren Instruktoren an die drei Ausbildungsplätze auf dem ehemaligen Gelände der Wagi.

Nachdem Cedric und Cyril die Atemschutzgeräte angezogen hatten, mussten sie einen Containerbrand löschen. Dichter Rauch drang aus dem nahe gelegenen Haus. Mit Atemschutzmasken geschützt drangen die jungen Feuerwehrleute ins völlig vernebelte Gebäude, um die dort Eingeschlossenen zu retten.

An einem anderen Ort übten Sebastian und Cedric das Knüpfen von Seilen. Auch das Aufstellen und die sichere Handhabung der schweren Leitern war für die Jungs eine echte Herausforderung. Instruktor Enio Santangelo instruierte auf einem anderen Platz Raphael und Co. in der Handhabung der Beatmungspuppe.

Als Belohnung gab’s Hamburger und Getränke

Zum Abschluss der Übung gab’s beim TCS-Mobilitätszentrum Getränke und Hamburger für alle. Die Zwischenverpflegung kam bei den Nachwuchsfeuerwehrleuten bestens an und war nach dem beherzten Einsatz absolut verdient gewesen. Der 16-jährige Cyril aus Urdorf äusserte sich nach getaner Arbeit folgendermassen:

«Mein Übungseinsatz war sehr vielfältig. Ich konnte einen Container löschen, den anderen mit den Schläuchen helfen und die Atemschutzgeräte retablieren. Für mich war der ganze Einsatz megacool.»

Dominique Rüegg, die Mutter eines Jungen, sagte: «Wir waren schon einige Male als Zuschauer bei solchen Übungen. Ich find’s super, dass die Jungen eine solch interessante Freizeitbeschäftigung haben. Unser 17-jähriger Sohn, der eine Lehre als Automechatroniker absolviert, träumt von Schutz und Rettung.»

Und Flavio Impusino ergänzte: «Selbstverständlich unterstütze ich als Feuerwehrkommandant von Schlieren meine Tochter und meinen Sohn, weil ich die Jugendfeuerwehr eine sehr gute und wichtige Sache finde.» Man könne eben nicht nur immer wegen der Jungen reklamieren.

Hauptmann Michal Felt, Ausbildungschef der Limmattaler Jugendfeuerwehr und Kommandant der Feuerwehr Geroldswil-Oetwil, bilanzierte nach dem ereignisreichen Anlass zufrieden:

«Bei der Jugendfeuerwehr gefällt mir, dass die Jugendlichen nicht nur auf den Übertritt in die Ortsfeuerwehr vorbereitet werden, sondern auch Kontakte innerhalb des Bezirkes knüpfen.»

Sobald sie dann mit 18 Jahren in die Ortsfeuerwehr überträten, hätten sie bereits Kontakte zu Kameraden in anderen Feuerwehren. «Aus der Sicht des Kommandos der Feuerwehr Geroldswil-Oetwil freuen wir uns jeweils auf die Übertritte und begrüssen die neuen bereits gut ausgebildeten Kameraden unseren Reihen», so Felt.

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