Dietikon
Schachteln voller historischer Schätze über Dietikons Vergangenheit

Das Ortsmuseum hat vom Ingenieurbüro SWR kistenweise Fotos geschenkt bekommen. Die rund 800 Fotos und Dias aus der Zeit zwischen 1947 und der Mitte der Achtzigerjahre illustrieren, wie aus dem Dorf ein Stadt wurde.

Katja Landolt
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Das Dietiker Zentrum im Jahr 1947.
6 Bilder
Im Jahr 1965 stand im Gebiet Silbern nicht viel mehr als das Pestalozzi-Gebäude.
Die Dietiker Zentralstrasse in den Sechzigerjahren.
Historische Bilder von Dietikon
Der alte Dietiker Bahnhof im April 1967.
Hans-Peter Moser und Josef Hinder (re.) haben fast 800 historische Aufnahmen von Dietikon archiviert.

Das Dietiker Zentrum im Jahr 1947.

Ingenieurbüro SWR, Dietikon

Das alte Dietiker Stadtzentrum aus der Vogelperspektive, das Gebiet Silbern nicht mehr als eine grosse, grüne Fläche, der alte Bahnhof, die Aufnahme einer Brücken-Belastungsprobe an der Reppisch mit drei vollgeladenen Lastwagen – der neuste Zugang des Ortsmuseums Dietikon ist ein Schatz: Rund 800 Fotos und Dias aus der Zeit zwischen 1947 und der Mitte der Achtzigerjahre.

Die Fotos stammen aus dem Firmenarchiv des Ingenieurbüros SWR Infra AG mit Sitz in Dietikon. Die Firmengründer Robert Sennhauser, Karl Werner und Hans Rauch hatten sich hier engagiert und einen starken Bezug zur Region. «Sie haben es als ihre Aufgabe erachtet, den Zustand und die Entwicklung Dietikons zu dokumentieren», sagt Ingenieur Hans-Peter Moser, auf dessen Schreibtisch die Schachteln mit den Aufnahmen nach einer Aufräumaktion gelandet sind.

Alles festgehalten

Was auch immer gebaut oder abgerissen wurde, wurde bildlich festgehalten. Nicht nur vom Boden aus, sondern auch aus der Luft – Karl Werner war leidenschaftlicher Pilot und knatterte mit seiner einmotorigen Piper und einem Fotografen über das Limmattal. Entstanden sind unbezahlbare Zeitdokumente. «Man sieht schön, wie sich das Dietiker Zentrum entwickelt hat», sagt Moser.

Nach der Digitalisierung hat SWR die Originalbilder ans Ortsmuseum übergeben, damit sie für die Öffentlichkeit zugänglich sind. In akribischer Kleinstarbeit hat Moser zusammen mit Josef Hinder vom Ortsmuseum die Bilder in den letzten Monaten, gesichtet, jedes Einzelne ausführlich beschriftet und katalogisiert.

Auch Detektivarbeit

Mitunter auch eine Detektivarbeit: «Manchmal war die Zuordnung extrem schwierig, weil sich die Stadt so sehr verändert hat», so Moser. Zum Glück konnte er sich auf das Wissen von Hinder verlassen, der sich im Ortsmuseum seit 40 Jahren mit Fotografien aus dem alten Dietikon beschäftigt: «Ich bin 1954 hierher gekommen; damals war vieles noch so, wie es auch auf den Flugaufnahmen zu sehen ist», sagt Hinder und lächelt. «Aber ich habe trotzdem auf jeder Aufnahme Neues und Erstaunliches entdeckt.»

Besichtigung Nach telefonischer Anmeldung können die Fotos im Ortsmuseum (offen sonntags 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr) besichtigt werden: 044 740 48 54.

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