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Reiche Beute im Fürstentum: FC Dietikon gewinnt 2:1 im Kellerduell

Der FC Dietikon siegt im 1.-Liga-Kellerduell gegen Eschen/Mauren dank zwei Penaltys von Ensar Biqkaj verdient mit 2:1. Und ist damit wieder über dem Strich.

Ganz zum Schluss wurde es noch einmal hektisch. Die Gastgeber des USV Eschen/Mauren warfen in den Schlussminuten alles nach vorne und kamen dem Ausgleich zweimal gefährlich nahe. Um den 2:1-Vorsprung über die Zeit zu retten, taten die Dietiker das, was jede Mannschaft in einer solchen Situation tut: Zeit verstreichen lassen. Als es Goalie Alpay Inaner jedoch während der Nachspielzeit wiederholt übertrieb, hielt ihm Schiedsrichter Aleksandar Vidic den gelben Karton unter die Nase. Sekunden später erwischte es Milan Marjanovic. Dietikons Flügelflitzer gab den Ball nicht gleich zum Einwurf frei, nachdem dieser ins Out gerollt war und wurde ebenfalls verwarnt. Speziell an der Sache: Marjanovic war zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr im Spiel, sondern sass auf der Bank.

Nach einer kurzen Diskussionsrunde mit Sportchef Christian Müller, Trainer João Paiva und dem Unparteiischen glätteten sich die Wogen wieder und die letzten Sekunden konnten doch noch absolviert werden. Dann war Schluss im Sportpark. Und die Gäste aus dem fernen Limmattal feierten im «Ländle» mit ihren Fans den verdienten Sieg, der sie in der Tabelle wieder über den ominösen Strich bringt.

Dass alle drei Treffer vom Elfmeterpunkt her fielen, war kein Zufall. Die beiden Teams zeigten den Fans eine intensiv geführte Partie, aber torgefährliche Aktionen waren an einer Hand abzuzählen. Dabei hatten die Gastgeber den besseren Start und nahmen FCD-Goalie Inaner gleich mehrmals ins Visier. Zweimal (in der 4. und 9. Minute) musste der Dietiker Schlussmann Kopf und Kragen riskieren, um ein Gegentor zu verhindern. Bei der dritten Intervention Inaners entschied der Referee auf Elfmeter und Bärtsch eröffnete nach 12 Minuten das Skor: 1:0 für Eschen/Mauren. In der Folge fanden die Gäste aus der Schweiz besser in die Partie, Zählbares schaute indes noch nicht heraus.

Nach dem Seitenwechsel drehten die Dietiker die Partie zwischen der 48. und 56. Minute. Zweimal durfte Ensar Biqkaj vom Elfmeterpunkt Anlauf nehmen, zweimal traf er sicher. Die Reaktion der Gastgeber? Bescheiden. Die Dietiker verwalteten den Vorsprung geschickt, machten im Mittelfeld die Räume eng und praktizierten bei Ballbesitz des Gegners phasenweise ein Forechecking. «Wir haben so gespielt, wie wir es uns vorgenommen haben», resümierte FCD-Trainer João Paiva nach Spielschluss. Dass sein Team nach der schwachen Vorstellung vor Wochenfrist beim Heim-0:1 gegen Gossau in Liechtenstein eine Reaktion zeigen würde, war für ihn klar. «Wir haben die Woche hindurch gut trainiert und wissen, was wir können.»

Noch nicht mit von der Partie war am vergangenen Samstag der 27-jährige Leandro Di Gregorio. Der Last-Minute-Transfer der Dietiker wartet noch auf seine Spielberechtigung. «Wir hoffen, dass er am nächsten Wochenende einsatzbereit ist», äusserte sich FCD-Trainer Paiva vorsichtig. Grund für die Verpflichtung des Defensivspielers: Der ehemalige Akteur von Winterthur, dem FCZ, Lugano und Stade Nyonnais ist aktuell ohne Vertrag und hielt sich auf der Dornau unter der Leitung von Paiva mit anderen vertragslosen Profis fit. Di Gregorio schliesst sich dem FCD bis Ende Saison an. «Er wird uns mit seiner Routine helfen», freut sich FCD-Trainer Paiva.

Und jetzt geht es im Cup gegen Schötz

Am kommenden Samstag, 5. Oktober, spielen die Dietiker auf der heimischen Primework-Arena Dornau in der 1. Vorrunde des Schweizer Cups im Duell zweier Erstligisten gegen Schötz (Anspiel um 16 Uhr). Die Luzerner liegen in der Gruppe 2 im Mittelfeld und stellen für den FCD eine durchaus lösbare Aufgabe dar. In der 1.-Liga-Meisterschaft geht es am übernächsten Samstag mit einem Heimspiel gegen den Tabellendritten Linth 04 (am Samstag 3:0 gegen Red Star) weiter.

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