Urdorf
Rede zum Jahresende: «Urdorf wurde durchgeschüttelt – aber alles wird gut»

Trotz aller Einschränkungen und Verwerfungen, die das Coronavirus im Jahr 2020 mit sich brachte, zieht die Urdorfer Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner in einer Online-Ansprache ein versöhnliches Fazit: Sie sei stolz auf di Dorfgemeinschaft.

Oliver Graf
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Ist stolz auf ihre Bevölkerung: die Urdorfer Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner.

Ist stolz auf ihre Bevölkerung: die Urdorfer Gemeindepräsidentin Sandra Rottensteiner.

Flavio Fuoli

Die Urdorfer Gemeindepräsidentin blickt an der Budgetgemeindeversammlung traditionellerweise jeweils zurück und voraus: Doch in diesem Jahr konnte sich Sandra Rottensteiner (Bild) nicht live an die Einwohnerinnen und Einwohner richten – die Versammlung fiel coronabedingt aus. In einer Videobotschaft, welche auf der Website der Gemeinde aufgeschaltet ist, wünscht sie ihrer Bevölkerung nun aufgezeichnet ein «gesegnetes 2021» und hält fest: «Alles wird gut.»

Damit verweist sie auf eine Aktion von Kindern, die Steine bemalt und an den Wegrand gelegt hatten – einige Steine hatten eben die Aufschrift «alles wird gut». Dies, sagt Rottensteiner, «hat mich besonders berührt».

Die Coronapandemie habe die Welt von gestern auf heute verändert, hält die Gemeindepräsidentin in ihrer Online-Ansprache fest. «Auch unser Urdorf wurde durchgeschüttelt.» Viele Veranstaltungen – unter anderem die Fasnacht, die Chilbi und Konzerte – hätten abgesagt werden müssen. Das gesellige Urdorfer Dorfleben stehe seit Monaten still.

Doch 2020 sei auch viel Erfreuliches passiert. Rottensteiner erwähnt etwa den Bärenweiher, der nun endlich wieder ein Weiher sei und Mensch und Tier zum Verweilen einlade, und das Turmfalkenpaar, das beim Werkhof Nachwuchs grossgezogen habe. Vor allem aber verweist sie auf die vielen freiwilligen Hilfeleistungen: Alle seien solidarisch gewesen und hätten sich gegenseitig geholfen. «Das macht mich stolz auf unsere Dorfgemeinschaft», sagt San­dra Rottensteiner.