Geroldswil

Primarschüler verwandeln das Schulhaus Huebwies in eine Zirkusmanege

Während der Zirkuswoche wird in Geroldswil gezaubert und getanzt. Mithilfe eines richtigen Clowns bereiten sich 26 Kinder auf ihren Auftritt morgen Freitagabend vor.

Eine Gruppe junger Mädchen steht im Kreis und scheint sich gegenseitig zu ohrfeigen. Daneben steht ein erwachsener Mann und lächelt. Sollte er nicht eingreifen? «Dieser Trick ist simpel, und dennoch bringt er alle zum Lachen», sagt der Mann. Mit der Hand wird nur angetäuscht, mit dem Kopf rechtzeitig ausgewichen – und schon hat man den Trick. Diesen werden die Geroldswiler und Oetwiler Primarschülerinnen und -schüler auch morgen Freitagabend im Singsaal des Schulhauses Huebwies in Geroldswil vorstellen. Um 19 Uhr findet der Abschluss der vom Elternclub Mikado organisierten Zirkuswoche statt.

Während dieser üben 26 Kinder zusammen mit dem Circus Balloni aus dem thurgauischen Sirnach diverse Shownummern ein. Wegen Corona sind für den Besuch des Auftritts nur die Eltern der Kinder zugelassen. Der Mann, der die Zirkuswoche leitet, ist Kurt Bucher aus Luzern. Hauptberuflich ist der gelernte Sozialpädagoge für die Stiftung Theodora als Spitalclown unterwegs. «Clowns fand ich schon seit jeher cool, sie haben mich immer fasziniert. Und ich mache gerne Musik. Als Spitalclown kann ich diese zwei Aspekte vereinen», sagt Bucher. Nebenbei führt er für den Circus Balloni Projektwochen an Primar- und Sekundarschulen durch und zeigt Schülern das Handwerk eines Zirkusartisten.

«Es braucht alle, damit etwas Cooles entsteht»

Bucher mag es, mit Kindern zusammenzuarbeiten: «Sie sind stets motiviert und lernbegierig. Beim Schauspielern haben sie teils aber noch Hemmungen. In diesem jungen Alter ist das aber normal.» Nichtsdestotrotz würden die Kinder enorm von solchen Projektwochen profitieren, ist Bucher überzeugt: «Sie lernen, in einem Team zu funktionieren. Das ist im Zirkus sehr wichtig. Es braucht wirklich alle, damit etwas Cooles entsteht.»

Dazu hat Bucher zwei Gruppen gebildet. Eine Hälfte der Schüler widmet sich der Akrobatik. Es wird geturnt, getanzt und durch Gymnastikreifen gesprungen. Menschenpyramiden werden gebildet. Die andere Hälfte studiert Zaubertricks, Pantomime und Clown-Nummern ein. Dabei ist ausnahmsweise auch das Ohrfeigen erlaubt. Die Aufführung als krönender Abschluss sei sehr wichtig für die Kinder, so Bucher: «Weil sie wissen, dass sie auf ein Ziel hinarbeiten müssen, geben sie sich mehr Mühe. Da spielt auch ein grosser pädagogischer Aspekt mit.»

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