Persönlich
Corona-Impfung, Teil 2: War es das jetzt?

Die Impferei ist für mich bereits Geschichte. Die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr in die Normalität macht sich breit.

Sven Hoti
Sven Hoti
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Der Stoff, mit dem die Normalität zurückkehren soll: aufgezogene Spritzen im Corona-Impfzentrum Messe Oerlikon.

Der Stoff, mit dem die Normalität zurückkehren soll: aufgezogene Spritzen im Corona-Impfzentrum Messe Oerlikon.

Keystone

Es ist knapp vier Wochen her seit meiner ersten Corona-Impfung. Nervös hatte ich das Prozedere über mich ergehen lassen. Meine Nervosität hatte sich letztlich als ungerechtfertigt erwiesen, denn ausser vier Tagen Armschmerzen hatte ich keinerlei Nebenwirkungen. Verkraftbar.

Nun war es Zeit für den zweiten Streich. Nervosität? Fehlanzeige! Mir erschien der zweite Impftermin wie eine Routineuntersuchung bei der Hausärztin. Mehr noch: Ich freute mich darauf, nicht mehr an den Termin denken zu müssen und endlich dieses Covid-Zertifikat erhalten zu können. Ausserdem hatte mir die erste Impfung mit den nur schwachen Nebenwirkungen Mut gemacht.

Lesen Sie hier vom ersten Teil meiner Immunisierung:

Mein zweites Mal in der Messe Oerlikon war eine schnelle Nummer: Rein, raus in nicht einmal einer Viertelstunde. Dies hatte mitunter damit zu tun, dass die Wartezeit nach der zweiten Impfung im Vergleich zur ersten nur etwa fünf bis zehn Minuten beträgt – was ich etwas spät realisierte. Ich hätte beinahe meine Nummer am Bildschirm im Wartebereich verpasst, die meine Entlassung in die Freiheit bedeutete.

Also stand ich kurze Zeit später schon wieder an der Bushaltestelle vor dem Impfzentrum. Ich blickte zurück auf das riesige Gebäude, auf die Leute, die hinein- und hinauskamen, und fragte mich, ob es das nun gewesen sei. Ein gutes Gefühl machte sich in mir breit, ein Gefühl, das so etwas wie Normalität verkündete. Und dann spürte ich ein anderes Gefühl wieder, ein altbekanntes: Mein Arm begann wieder zu schmerzen.

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