Der Geroldswiler Gemeinderat ist wieder komplett. Der parteilose Kandidat Paul Albrecht schaffte gestern die Wahl mit 204 Stimmen. Damit legte er einen gekonnten Senkrechtstart hin. Denn beim ersten Wahlgang war Albrecht noch nicht angetreten.

Das Nachsehen hat hingegen Markus Hofmann (parteilos). Er holte gestern bloss 50 Stimmen. Im ersten Wahlgang hatte er noch 98 Stimmen geholt, war aber am absoluten Mehr gescheitert, weshalb es überhaupt erst zum zweiten Wahlgang gekommen ist.

Albrecht dankt Ortsparteien

«Eigentlich habe ich nicht mit einem so grossen Vorsprung gerechnet. Schliesslich bin ich relativ spät ins Rennen gestiegen. Die vielen Stimmen habe ich insbesondere der Unterstützung durch die beiden Ortsparteien FDP und SVP zu verdanken.» Am Sonntag stiessen Albrecht und seine Frau mit einer Flasche Wein auf die Wahl an. Als Neuer kann Albrecht kein Ressort wünschen. Am liebsten würde er aber den Hochbau übernehmen, da er schon lange im Baugewerbe tätig ist.

Über 200 leere Wahlzettel

Das Wahlprotokoll könnte den Anschein erwecken, dass das Volk mit der Auswahl nicht ganz zufrieden war. So waren 207 leere Wahlzettel eingegangen. Hinzu kamen 46 vereinzelte Stimmen, sowie 21 ungültige Wahlzettel. Gültige Wahlzettel wurden genau 300 gezählt.

Albrecht und der am 15. April neu gewählte Andreas Gabi (FDP) ersetzen die beiden abtretenden Gemeinderäte, Hochbauvorstand Willy Oswald (FDP) und Finanzvorstand Beat Schmid (SVP), die sich bei den Gesamterneuerungswahlen nicht mehr zur Verfügung gestellt hatten. Neben Gabi wurden im ersten Wahlgang am 15. April Gemeindepräsident Michael Deplazes (parteilos) und die Gemeinderäte Veronika Neubauer (SVP), Peter Christen (FDP), Peter Vogel (FDP) und Martin Conrad (SVP) gewählt.