Dietikon

Panaschieren oder kumulieren: Stadt will junge Erwachsene zum Wählen motivieren

Im «Gleis 21» veranstaltet die Stadt Dietikon einen Event für junge Wähler.

Junge Erwachsene gehen zu wenig an die Urne. Die Stadt Dietikon will dies nun ändern und informiert an einem Event im «Gleis 21» in ungezwungenem Ambiente über die Wahlen vom 24. März.

Die Stimmbeteiligung junger Erwachsener hat Luft nach oben. Die Stadt Dietikon will nun Abhilfe schaffen und die junge Wählerschaft dazu anregen, von ihren politischen Rechten Gebrauch zu machen. Im Vorfeld der Regierungs- und Kantonsratswahlen vom 24. März organisiert sie deshalb zusammen mit sechs Dietiker Jungpolitikerinnen und -politikern der Parteien CVP, EVP, SP und SVP am 15. März einen parteineutralen Event im Kulturzentrum «Gleis 21». Dem eigens dafür gegründeten Organisationskomitee gehören aber auch Vertreter des FC Dietikon sowie die städtische Jugendarbeit an.

«Wir wollen junge Wählerinnen und Wähler im Alter von 18 bis 25 Jahren sensibilisieren und ihnen aufzeigen, dass es wichtig ist, an die Urne zu gehen», sagt Jugendarbeiterin Léa Prêtre. «Sie sollen merken, dass sie mitbestimmen können und dies als Chance wahrnehmen.» Prêtre bleibt aber realistisch: Man sei sich jedoch bewusst, dass man nicht alle jungen Erwachsenen in Dietikon mit dem Anlass erreichen könne. Man rechne mit etwa 50 Teilnehmenden.

«Wenn nach dem Event nur ein paar Personen wählen gehen, die das davor nicht taten, hat es sich schon gelohnt», so die Jugendarbeiterin. Und auch Personen aus umliegenden Gemeinden weise man natürlich nicht ab. «Wir freuen uns über so viel politische Beteiligung wie nur möglich.» Die Idee für die Aktion stammt von Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP). «Er ist auf uns zugekommen und hat gefragt, ob wir vor den Wahlen noch etwas auf die Beine stellen könnten», sagt Prêtre.

Eigenes Wahlprofil erstellen

An die Veranstaltung sind auch alle Ortsparteien eingeladen. Im Zentrum stehe die Vermittlung von Informationen rund um den Wahlprozess und zu den Kandidierenden auf eine verständliche und attraktive Weise, so Prêtre. Dazu gehört etwa die Präsentation der Parteiprogramme der politischen Parteien mithilfe von Plakaten. «Zudem geben Slideshows den zur Wahl stehenden Personen ein Gesicht», erklärt Prêtre. An verschiedenen Informationsständen können sich die Teilnehmenden zudem über den Wahlvorgang erkundigen, wie etwa panaschiert, gestrichen oder kumuliert wird.

Überdies erfahren die jungen Wählerinnen und Wähler auch, welchen Aufgaben Regierungs- und Kantonsräte nachgehen. «Wer will, kann unter Anleitung mittels der Online-Hilfe ‹Smartvote› ein eigenes politisches Wahlprofil erstellen», sagt Prêtre. Die Organisatoren stünden am Anlass zudem allen Teilnehmenden für Fragen, Erklärungen und Diskussionen zur Verfügung.

Die Organisatoren haben bewusst auf einen strikten Programmablauf verzichtet. «Es soll jeder kommen und gehen können, wann er will. Man ist an kein Programm gebunden», so Prêtre. Das Ziel sei, sich in einer lockeren Atmosphäre bei einem Apéro mit dem Thema auseinanderzusetzen. «Deshalb haben wir uns für das ‹Gleis 21› und nicht etwa das Stadthaus als Veranstaltungsort entschieden.» Die Lage am Bahnhof sei auch ideal. «So kann man schnell nach der Arbeit vorbeischauen, bevor man nach Hause geht», sagt Prêtre. Um die Hemmschwelle zu senken, sei zudem auch keine Anmeldung nötig.

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Autor

Sibylle Egloff

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