Urdorf

Ortsmuseum rüstet auf mit WLAN und Bildschirmen

Das Urdorfer Ortsmuseum macht sich bereit für die nächsten Jahrzehnte.

Das Urdorfer Ortsmuseum macht sich bereit für die nächsten Jahrzehnte.

Das Urdorfer Ortsmuseumsgebäude soll umfassend erneuert werden. Dafür sucht die Stiftung bald Sponsoren.

Dem 1634 erstmals erwähnten Bauernhaus an der Birmensdorferstrasse, in dem das Urdorfer Ortsmuseum untergebracht ist, steht eine umfassende Erneuerung bevor. Angefangen beim Licht: Die rund 20 Jahre alten Stromfresser-Lichtspots werden durch energiesparende LED-Lampen ersetzt, die erst noch dimmbar sind und in verschiedenen Farben leuchten können.

«Das eröffnet Kulturschaffenden, die im Gebäude ausstellen, ganz neue Möglichkeiten», sagt Paul Lüchinger, Präsident der gemeinnützigen Stiftung Ortsmuseum Urdorf. Dieser gehört das Haus und sie vermietet die Räume unter anderem für Kunstausstellungen, Versammlungen, Hochzeitsapéros und Geburtstagsfeste.

Parkett statt alte Teppichböden

Neu erhält das Haus auch WLAN und Grossbildschirme. «Wir haben gemerkt, dass wir den nächsten Schritt in die Zukunft machen müssen», sagt Lüchinger. Zu dieser Zukunft passen abgelaufene und im Unterhalt mühsame Teppichböden nicht; sie werden durch Riemen- parkett ersetzt. Auch neue Stühle soll es geben.

Und damit das noch attraktivere Ortsmuseum dann ansehnlich vermarktet werden kann, ist eine eigene neue Ortsmuseumswebsite geplant. Weiter erhält der Dachbodensaal neue Ausstellungsvitrinen, die sich mieten lassen. Das kann interessant sein für Künstler, aber auch fürs Gewerbe, um zum Beispiel Gegenstände aus der Firmengeschichte präsentieren zu können.

All das kostet natürlich: 50'000 Franken sind budgetiert. Zur Finanzierung kommt wie schon bei der letzten Sanierung Anfang der 2000er-Jahre das Götti-System zum Einsatz: Als der Vorplatz neu gepflästert und das Dach saniert wurde, konnte man für eine Spende Götti oder Gotte eines Dachziegels oder eines Pflastersteins werden. «Das war damals ein grosser Erfolg», erinnert sich Lüchinger. Nun kann man für 100 Franken Götti oder Gotte eines Quadratmeters Parkett, einer neuen LED-Leuchte oder eines neuen Stuhls werden.

Auch grössere Sponsoren, zum Beispiel aus dem örtlichen Gewerbe, werden gesucht. Ebenso sind kleinere Beiträge und Freiwilligenhilfe bei den Erneuerungsarbeiten möglich. So oder so lassen sich die Spenden von den Steuern abziehen, da die Stiftung gemeinnützig ist. Voraussichtlich in zwei Monaten soll der offizielle Spendenaufruf starten, in dessen Rahmen die Stiftung auch gezielt mögliche Gönner anfragen wird. Die Arbeiten zur Erneuerung beginnen dann noch dieses Jahr. Das Gebäude gehört der Stiftung seit 1994 und wurde 1997 nach viel Fronarbeit eröffnet.

Da das Ortsmuseum nach der Erneuerung noch attraktiver ist, ist auch mit einer grösseren Anzahl Vermietungen zu rechnen. Diese Belebung dürfte auch die Heimatkundliche Vereinigung Urdorf freuen, die jeden ersten und dritten Sonntag im Monat ihre Ortsmuseumsausstellung von 14 bis 16 Uhr öffnet.

Meistgesehen

Artboard 1