Unterengstringen
Neues Gemeindehaus: Kostendach soll die Sicherheit erhöhen

Die Gemeindeversammlung stellt die Weichen für die weitere Planung des Gemeindehauses. Der Bau könnte im Juni 2016 fertig werden. Der Planungskredit beläuft sich auf 939'000 Franken.

Sandro Zimmerli
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Für die Planung des Tilla-Theus-Gemeindehauses soll die Gemeindeversammlung einen Kredit von netto 780000 Franken bewilligen. zvg

Für die Planung des Tilla-Theus-Gemeindehauses soll die Gemeindeversammlung einen Kredit von netto 780000 Franken bewilligen. zvg

Läuft ab jetzt alles nach Plan, dann könnte das neue Unterengstringer Gemeindehaus ab Juni 2016 bezugsbereit sein. Nachdem eine Einsprache des am Architekturwettbewerb zweitplatzierten Architekturbüros das Neubauprojekt an der Dorfstrasse über eineinhalb Jahre auf Eis legte und letzten Dezember eine Einigung erzielt werden konnte, kommt wieder Bewegung in die Angelegenheit.

Kommenden Mittwoch werden die Stimmberechtigten an einer ausserordentlichen Gemeindeversammlung die Weichen für die weiteren Planungen stellen. Der Gemeinderat beantragt der Versammlung, einen vorgezogenen Planungskredit von brutto 939 000 Franken und netto 780 000 Franken zu bewilligen. Mit dem Geld soll das Vor- und Bauprojekt inklusive Baueingabe erstellt sowie eine Totalunternehmerausschreibung durchgeführt werden.

«Auf den Franken genau»

Mit der Durchführung einer Totalunternehmerausschreibung will der Gemeinderat die Kostensicherheit zugunsten der Gemeinde erhöhen. Bei diesem Vorgehen offerieren geeignete Unternehmer die Kosten für die Erstellung des Baus mit einem Kostendach sowie einer Bonus-/Malusregelung. «Im Prinzip wissen wir dann auf den Franken genau, was der Neubau kostet», sagt Gemeindepräsident Peter Trombik. Üblicherweise sei es so, dass der Totalunternehmer für die Überschreitung des Kostendaches aufkommen müsse. «Dadurch hat die Gemeinde eine massiv höhere Kostensicherheit», so Trombik.

Damit die Totalunternehmer ihre Offerten samt Kostendach einreichen können, muss die Planung für das Projekt weit fortgeschritten sein. Dafür ist der vorgezogene Planungskredit gedacht. Eine Aufstellung aller Kosten hat ergeben, dass dafür 939 000 Franken notwendig sind. «Diesen Betrag müssten wir ohnehin im Verlaufe der Planungen brauchen, selbst wenn wir auf eine Totalunternehmerausschreibung verzichten. Es handelt sich also nicht um zusätzliche Kosten», so Trombik.

Von den errechneten 939 000 Franken werden jedoch noch rund 160 000 Franken abgezogen. Es handelt sich dabei um den nicht beanspruchten Teil des an der Gemeindeversammlung vom 9. Juni 2010 genehmigten Planungskredits. Daraus resultiert ein vorgezogener Planungskredit von netto 780 000 Franken.

Projekt auch bei Nein weitergeplant

Obschon die Kostensicherheit durch die Totalunternehmerausschreibung beträchtlich erhöht wird, hat dieses Vorgehen auch eine Kehrseite. «Sollten die Stimmberechtigten den Baukredit an der Urne ablehnen, wären die 780 000 Franken vergebens investiert worden», sagt Trombik.

Falls der vorgezogene Planungskredit nicht genehmigt werden sollte, würde das Neubauprojekt von Tilla Theus mit dem im Juni 2010 bewilligten Planungskredit weiter geplant werden. «Wenn wir aber auf diesem Weg weiter planen, würde die Genauigkeit des Baukredites bei plus/minus 15 Prozent liegen», so Trombik.

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