Schlieren
Ein halbes Jahr nach dem grossen Brand: Seit Februar wird im Recyclingbetrieb wieder normal gearbeitet

Ende Juli 2020 sorgte ein Brand in der Recyclinganlage in der Schlieremer Industriestrasse für viel Aufsehen. Die riesigen Rauchwolken waren auch von weitem zu sehen und lösten in der Region Warnungen aus, zu Hause die Fenster zu verschliessen. Nun konnte der Betrieb in der beschädigten Anlage wieder aufgenommen werden.

Carmen Frei
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An der Industriestrasse kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Die Feuerwehr war den ganzen Tag im Einsatz. (Archivbild)

An der Industriestrasse kam es zu einer starken Rauchentwicklung. Die Feuerwehr war den ganzen Tag im Einsatz. (Archivbild)

Carmen Frei (29. Juli 2020)

Am 29. Juli 2020 sorgte der Brand in einer Recyclinganlage im Schlieremer Industriegebiet für eine Rauchwolke. Die Rauchentwicklung war gross – Anwohner der Umgebung wurden dazu aufgefordert, ihre Fenster zu schliessen. An der Industriestrasse hatte ein falsch entsorgter Akku zum Brand von Elektroschrott geführt, wie die Untersuchungen der Brandermittler der Kantonspolizei ergab.

Inzwischen konnte der Betrieb in der gesamten Anlage wieder aufgenommen werden, wie Sarah Jost, Mitarbeiterin Kommunikation der Sozialen Einrichtungen und Betriebe (SEB) der Stadt Zürich, auf Anfrage sagt. Die Arbeitsintegration der SEB beschäftigt am Standort in Zusammenarbeit mit der Ruag Environment AG, welcher der Betrieb gehört, erwachsene Sozialhilfebeziehende, stellenlose Jugendliche und Personen mit IV-Massnahmen oder IV-Renten. Inzwischen wurde die Ruag Environment AG von ihrer Mutterfirma Ruag MRO Holding AG an die Thommen Gruppe verkauft und dabei umbenannt in Immark AG Schattdorf. Dies teilten die beiden Betriebe im Herbst 2020 mit.

Der Gesamtschaden kann weiterhin nicht beziffert werden

Die Zusammenarbeit am Standort in Schlieren bleibe aber weiterhin bestehen, erklärt Jost. Der Gesamtschaden, der durch den Brand im letzten Jahr entstanden ist, sei ihr nicht bekannt. Es seien verschiedene Versicherungsträger involviert.

Das Dach des Gebäudes musste nach dem Feuer ersetzt werden.

Das Dach des Gebäudes musste nach dem Feuer ersetzt werden.

Archivbild: zvg (Schlieren, 29. Juli 2020)

«Es gibt zwei Gebäudeteile, einen für die Feinzerlegung von Elektroschrott und einen für die Anlieferung sowie die Vorsortierung des angelieferten Elektroschrotts», sagt Sarah Jost. Die beiden Gebäudeteile des Betriebs mussten auf unterschiedliche Art wieder in Stand gestellt werden. Der eine Gebäudeteil sei grundgereinigt und gestrichen worden. Zudem sei ein Grossteil des Mobiliars ersetzt worden. Der andere Gebäudeteil habe saniert werden müssen, das Mobiliar gereinigt und instand gestellt werden müssen. Und auch das Dach musste ersetzt werden.

Während bei der Feinzerlegung bereits Anfang September 2020 der Betrieb aufgenommen werden konnte, wird im Gebäudeteil für die Anlieferung und die Sortierung erst wieder seit Anfang Februar 2021 gearbeitet.

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