Region Limmattal

Mehr Uitiker Sonnenstrom als erwartet – die EKZ kauft den Überschuss

Die Photovoltaikanlage auf dem Uitiker Werkhofdach liefert seit dem 11. März dieses Jahres Strom aus Sonnenenergie.

Die Photovoltaikanlage auf dem Uitiker Werkhofdach liefert seit dem 11. März dieses Jahres Strom aus Sonnenenergie.

Erste Zwischenbilanz: Auf dem Werkhof hat die Gemeinde schon rund 60 Megawattstunden Strom für über 2000 Franken produziert. Die Bevölkerung Uitikons steht dem Projekt nach wie vor positiv gegenüber.

Bald ist die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Uitiker Werkhofs seit sieben Monaten in Betrieb. Der Sonnenstrom, für den die Gemeindeversammlung im Mai 2019 grünes Licht gegeben hatte, hat sich bereits bewährt. Vom 11. März, dem Datum der Inbetriebnahme, bis zum 30. Juni hat sie 51890 Kilowattstunden Strom aus Sonnenenergie produziert. «Die Zahlen liegen dank des sonnenreichen Frühjahrs über den Erwartungen», sagt David Bodo auf Anfrage. Er ist Leiter Tiefbau der Gemeinde Uitikon. Neben den nackten Kilowattstunden gibt es weitere Faktoren, die ihn eine positive Bilanz ziehen lassen.

Viele positive Rückmeldungen

«Vom 11. März bis zum 30. Juni hat die Gemeinde bisher 2332.80 Franken aus dem Stromverkauf eingenommen, sagt Bodo. Das Geld stammt von den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ). Sie kaufen den Strom vom Werkhofdach ab, den die Gemeinde nicht selber benötigt. Die voraussichtlichen jährlichen Betriebs- und Unterhaltskosten von 3200 Franken dürften bis Ende Jahr also klar übertroffen werden. Für die Photovoltaik­anlage auf dem Werkhofdach hatte die Gemeindeversammlung im Mai 2019 mit deutlicher Mehrheit einen Kredit von 110'000 Franken genehmigt.

Die Uitiker Photovoltaikanlage auf dem Dach des Werkhofs.

Die Uitiker Photovoltaikanlage auf dem Dach des Werkhofs.

Die Uitikerinnen und Uitiker stehen offenbar nach wie vor hinter der Stromproduktion der Gemeinde. «Aus der Bevölkerung kamen bisher viele positive Rückmeldungen zur ­neuen Photovoltaikanlage», sagt Bodo.

Mit dem Sonnenstrom werden auch die beiden E-Bikes des Werkhofs geladen, die insbesondere für Fahrten zum Gemeindehaus und zurück genutzt werden. In den kommenden Jahren wägt die Gemeinde ab, ob eine Ladestation für grössere Elektrofahrzeuge installiert werden soll. Denn bei Ersatzbeschaffungen von Fahrzeugen für den Werkhof prüft die Gemeinde jeweils, ob sie auf ein E-Fahrzeug statt einen Verbrenner setzen soll. Bei der letzten Ersatzbeschaffung 2019 wurde noch auf ein elektrisches Fahrzeug verzichtet, da dieses doppelt so teuer gewesen wäre.

Bauabrechnung soll noch diesen Herbst vorliegen

Bis Ende Jahr sollen der Gemeinde noch Fördergelder für die neue Photovoltaikanlage gutgeschrieben werden. Die Gemeinde hat diese nämlich bereits beantragt, sagt Bodo.

Ebenfalls noch ausstehend ist die Abrechnung des Kredits für die Anschaffung und Installation der Photovoltaikanlage. Die letztmals per 2019 revidierte Gemeindeordnung sieht vor, dass der Gemeinderat die Kreditabrechnung abnimmt und die Bevölkerung in seinem Mitteilungsblatt darüber informiert – sofern der Kredit eingehalten wird. Wird der Kredit hingegen überschritten, würde die Kreditabrechnung voraussichtlich 2021 der Gemeindeversammlung vorgelegt werden. Gleiches gilt für den Kredit für den Neubau des Werkhofs. Dieser beträgt 4,4 Millionen Franken. Das Stimmvolk hatte ihn an einer Urnenabstimmung im Jahr 2017 genehmigt.

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