Geroldswil
Limmattaler Kammermusikkreis lud zum Muttertagskonzert

Die Leute im gut besuchten Saal der Kirche St. Johannes in Geroldswil empfangen Dirigent Gunhard Mattes mit grossem Applaus. Mit dem «Streichquintett op. 77» aus der Feder von Antonín Dvorák wird das Muttertagskonzert am Samstag eröffnet.

Patrik Holenstein
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Muttertagskonzert in Geroldswil
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Marianna Szadowiak und Gunhard Mattes in ihrem Element.
Dirigent Gunhard Mattes bedankt sich beim Orchester.
Solistin und Dirigent bekommen Blumen geschenkt.
Das gesamte Orchester und das gebannte Publikum.

Muttertagskonzert in Geroldswil

Limmattaler Zeitung

Mit dem dezenten Spiel von Violinistin Marianna Szadowiak und der kurz darauf einsetzenden Untermalung des Orchesters beginnt das Konzert, bevor der Dirigent und musikalische Leiter Gunhard Mattes die Bühne betritt. Die Leute im gut besuchten Saal der Kirche St. Johannes in Geroldswil empfangen Mattes mit grossem Applaus.
Mit dem «Streichquintett op. 77» aus der Feder von Antonín Dvorák wird das Muttertagskonzert am Samstag eröffnet.

Im Saal ist kaum ein Rascheln zu hören, gebannt wird gelauscht. Es werden die Saiten gestrichen, Finger greifen gekonnt Akkorde; das Orchester wirkt eingespielt. Mattes wischt sich nach dem ersten Stück den Schweiss von der Stirn - der ehrliche Lohn für seine Arbeit.

Orchester soll eine Einheit bilden

Beim Limmattaler Kammermusikkreis (LKK) wurde Mattes mit offenen Armen empfangen. Seit 1976 besteht das Streichmusikensemble, in dem engagierte Liebhabermusikerinnen und Musiker sitzen. Das Programm für die Muttertagskonzerte stand allerdings schon, als Mattes dazustiess und so konnte sich der Dirigent direkt der Arbeit mit den Musikern widmen: «Eine Gruppe von Musikern muss man formen und zu einer Einheit bilden», erläutert er.

Vor den Stücken erzählt Dirigent Mattes jeweils Anekdoten und Hintergründe zu den Liedern. Drei Abschnitte, jeder einem Komponisten gewidmet, umfasst das Konzert. Nach Dvorák ist Haydn an der Reihe. Das «Violinkonzert no. 2 in G-Dur» werde nur selten aufgeführt und daher kaum gehört, sagt Mattes. Jetzt kommt der grosse Moment von Marianna Szadowiak. Die gebürtige Polin trägt das Stück als Solistin an der Violine, während das Orchester sie dabei unterstützt. Der letzte Teil des Abends gehört Mozart.

Kaum klingt der letzte Ton aus, darf sich das Orchester feiern lassen. Begeistert zeigt sich Zuschauer Markus Binder: «Der Einstieg war sehr beeindruckend und die Stimmung belebt. Das Orchester hat drei sehr unterschiedliche Werke von verschiedenen Komponisten gezeigt», meint der Geroldswiler zum Konzert. Und auch das Orchester ist zufrieden. Stellvertretend für die Musiker sagt der Präsident des LKK: «Es ist sehr gut gelaufen und wir hoffen, dass wir die Freude, die in den Stücken steckt, an das Publikum weitergeben konnten.» Das ist dem Orchester gut gelungen.

Dass das Konzert überhaupt stattfinden konnte, ist der Kirche St. Johannes zu verdanken. «Die Erträge aus der Kollekte erhält das Orchester und die Räumlichkeiten stellt die Kirche kostenlos zur Verfügung», erklärt Brigitte Geyer, die Mitglied in der katholischen Kirchenpflege ist. So hat die Kirche den Geroldswilern wie auch den Musikern ein kleines Muttertagsgeschenk gemacht.

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