Urdorf

Limmattaler Geräteturnerinnen visieren einen Spitzenrang an

Quelle: Michel Sutter.

Kim Kober will am Wochenende an der Schweizer Meisterschaft bei den Mannschaften einen Platz unter den ersten fünf.

Quelle: Michel Sutter.

Kim Kober und Nathalie Schneider aus Urdorf starten bei der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft mit einem klaren Ziel - und dabei spielt auch die Psychologie eine wichtige Rolle.

Für die Geräteturnerinnen und -turner beginnt am Wochenende die wichtigste Phase der Saison. Dann findet die erste von insgesamt vier Schweizer Meisterschaften (SM) statt. In Winterthur messen sich die Geräteturnerinnen im Mannschaftswettkampf.

Mit dabei sind vom Getu Urdorf neben Maya Keller auch Kim Kober (17) und Nathalie Schneider (27), die für den Kanton Zürich starten. Kober kämpft in der Kategorie K6 um Punkte, Schneider in der Kategorie der Damen.

Für Kober lief die Vorbereitung auf die Schweizer Meisterschaft nicht optimal. «Da ich diese Woche in einem Klassenlager im Tessin bin und wir ein recht striktes Programm haben, konnte ich mich nicht wirklich vorbereiten», sagt sie. «Das finde ich im Hinblick auf die Schweizer Meisterschaft eher unpraktisch.»

Damit wird sich Kober auch nicht mehr gross mit den anderen Kolleginnen austauschen können, mit denen sie an der Schweizer Meisterschaft zusammen als Mannschaft auftritt. «Doch wir hatten am vergangenen Samstag einen Wettkampf zusammen», sagt sie.

Ausserdem kennt sie alle Turnerinnen in ihrer Mannschaft von den Wettkämpfen und Kadertrainings. «Mit Aïcha Hintermann und Ladina Kropf war ich bereits letztes Jahr im Team, was sehr gut harmonierte», sagt sie. «Aber auch Michelle Balogh kenne ich schon ein paar Jahre und verstehe mich sehr gut mit ihr. Ich denke, wir sind ein Team, das miteinander sehr gut auskommt, was man auch in den letzten Kadertrainings sehen konnte.»

Letztes Jahr ergatterte sich Kober den vierten Rang an der Schweizer Meisterschaft. «Ich habe mich riesig gefreut», sagt sie. «Jedoch wäre ein Podestplatz schon schöner.» Visiert sie am Wochenende einen solchen an? «Ein Podestplatz wäre natürlich der Hammer», sagt Kober, die schon einmal in der Kategorie K5 an der Schweizer Meisterschaft mit ihrer Mannschaft auf dem Podest stand. «Ich weiss jedoch nicht, wie realistisch dieses Ziel ist, aber wir könnten es unter die ersten fünf schaffen, deshalb ist das mein Ziel.»

Ein eingespieltes Team

Für Schneider gehören Podestplätze im Mannschaftswettkampf schon fast zur Normalität. Letztes Jahr holte sie mit ihrer Mannschaft den zweiten Rang. Es ist nicht ihr erster Vizemeistertitel. «Wir haben nun dreimal die Silber- und einmal die Bronzemedaille gewonnen», sagt sie. «Jedes Jahr starten wir mit dem Ziel zu gewinnen, denn genau diesen Ehrgeiz braucht es, wenn man um die ersten Ränge kämpfen will.»

Und natürlich auch ein eingespieltes Team. Das trifft auf Schneider und ihren Teamkolleginnen zu. «Wir starten seit Jahren gemeinsam an den Wettkämpfen in Zürich und es sind auch immer ungefähr dieselben, die an der Schweizer Meisterschaft im Team zusammen turnen», sagt die Urdorferin. «Da lernt man die einzelnen Turnerinnen schon besser kennen, vor allem in den unzähligen Trainingseinheiten, die man gemeinsam absolviert.»

Diesmal Gold für Schneider?

Dabei spielt auch die Psychologie eine Rolle. «Für mich ist es wichtig, dass ich weiss, wie ich mit wem, im Wettkampf umgehen muss», sagt Schneider. «Die eine braucht volle Konzentration, die andere ist nervös und braucht ihre Ruhe. Für mich als eher gesprächige Person ist es wichtig, dass ich weiss, bei wem ich mich während des Wettkampfs zurücknehmen muss und mit wem ich mich unterhalten kann.»

Und welche Bedeutung hätte ein Gewinn an der Schweizer Meisterschaft? «Die Schweizer Meisterschaft ist das Höchste im Geräteturnen, da es keine EM oder WM gibt», sagt Schneider. «So gesehen ist es schon eine Riesenehre, an der Schweizer Meisterschaft zu starten. Für mich haben die Medaille an der Schweizer Meisterschaft einen höheren Stellenwert als an einem Wettkampf in Zürich. Im Einzel habe ich schon einige Medaillen gewonnen und jetzt will ich an der Schweizer Meisterschaft endlich eine goldene gewinnen!» Sie sei sich zwar bewusst, dass das ein ehrgeiziges Ziel ist, aber: «Wir wissen auch, dass es möglich ist, wenn alle einen perfekten Wettkampf abrufen können.»

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