Schlieren

Lilian Hasler: «Wir sind keineswegs elitär – alle sind willkommen»

So werben die Künstler der AZB für ihren Tag der offenen Ateliers.

So werben die Künstler der AZB für ihren Tag der offenen Ateliers.

Die Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer lädt zum Tag der offenen Ateliers auf dem Schlieremer Gaswerk-Areal

In Kartonschachteln und Papiertaschen stapeln sich leere Waschmittelbehälter, die in sattem Pink oder dezentem Mintgrün gehalten sind. Andere Verpackungen lassen sich nicht so leicht erkennen. So gestaltete der Künstler Niklaus Rüegg das Flugblatt, mit welchem die Arbeitsgemeinschaft Zürcher Bildhauer (AZB) für ihren Tag des offenen Ateliers wirbt. Dieser findet morgen Samstag zwischen 13 Uhr und 18 Uhr auf dem Schlieremer Gaswerk-Areal in diversen Gebäuden und auf dem sogenannten Atelierkomplex statt.


Was sie an diesem Sujet gut finde, ist, dass es den Begriff der Skulptur erweitere, sagt Lilian Hasler. Die Plastikerin ist eines der 35 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft und davon eine der 15, die über ein Atelier auf dem Gaswerk verfügen. «Nicht jeder arbeitet mit Stein oder Holz, auch Karton kann ein gutes Material sein», erklärt sie.


Auch viele Einwohner Schlierens sind dabei
Hasler betont, dies sei für die AZB-Mitglieder eine Gelegenheit, sich bei der Öffentlichkeit zu bedanken. «Seit rund 35 Jahren erhalten wir diesen wunderbaren Raum auf dem ehemaligen Gaswerkareal, um unsere Kunst zu machen – das ist sehr viel Wert», sagt sie. Seit fünf Jahren laden die Künstler jeweils im Herbst in die Ateliers, davor fanden sporadisch vergleichbare Anlässe statt.


Am Samstag werden zahlreiche Besucher aus der Stadt Zürich anreisen. «Doch kommen auch viele Schlieremerinnen und Schlieremer, die teilweise tagtäglich an den Ateliers vorbeispazieren und die Gelegenheit wahrnehmen wollen, einen Einblick zu erhalten», sagt Hasler. Dies sei natürlich auch für die Künstler grossartig, da ihre Werke sonst nur in Galerien oder an Ausstellungen gezeigt würden. «Wir sind keineswegs elitär. Es ist nicht nur das Kunstpublikum willkommen, sondern jedermann», so Hasler.


Besucher erwartet Verköstigung
Zahlreiche ihrer Kollegen würden für die Besucher etwas Spezielles vorbereiten. «Einige bereiten eine Werkpräsentation vor oder verköstigen das Publikum. Andere öffnen ihr Atelier im Zustand, den es halt gerade hat. Bei mir etwa herrscht zuweilen eine Unordnung», sagt sie. Jeder und jede wolle auf seine eigene Weise zeigen, dass die Zürcher Bildhauer an diesen Ort gehören, erklärt Hasler.

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