Dietikon

Lärmmessgeräte gegen das Motorengeheule? Mike Tau fordert weitere Massnahmen

Die Stadtpolizei und die Kantonspolizei sind laut Stadtrat sensibilisiert.

Die Stadtpolizei und die Kantonspolizei sind laut Stadtrat sensibilisiert.

Der Dietiker Gemeinderat Mike Tau (FDP) will, dass die Stadt noch mehr macht, um dem Lärm endlich Herr zu werden.

Dietikon wird den Lärm aufheulender Motoren nicht los. Ob mitten im Zentrum, auf der Überlandstrasse oder anderswo. Das ruft erneut das Parlament auf den Plan. Hat der Stadtrat ein Konzept zur weiteren Lärmberuhigung? Das will FDP-Gemeinderat Mike Tau vom Stadtrat wissen. Unterstützt wird seine Interpellation von zwölf Gemeinderäten der FDP, CVP, AL, SP, Grünen und GLP. Es ist nicht der erste Vorstoss zum Thema: 2017 hatte Anton Felber (SVP) bereits ein von 19 Gemeinderäten von links bis rechts mitunterzeichnetes Postulat eingereicht, das 2018 gross diskutiert wurde. «Wir wollen endlich Taten sehen», schrieb Felber damals.

«Die Lärmbelastung in Dietikon durch Autos und Motorräder wird von Teilen der Bevölkerung als zu hoch empfunden. Die Situation hat sich seit den letzten Vorstössen zu dieser Thematik gefühlt nicht oder nur wenig verbessert», schreibt nun Tau in seinem Vorstoss. Und die Lärmkulisse an den einschlägigen Strassen gibt ihm Recht, Tag für Tag. Zentrumsbewohner, die sich nicht für Motorenlärm begeistern, können davon ein Lied singen.

Für sie hat sich die Lärmsituation zuletzt eher noch verschlechtert. Denn die Limmattalbahn-Baustelle sorgt für zusätzlichen Lärm. Die Presslufthämmer rattern schon vor 8 Uhr – derweil die Lärm-­Fahrer insbesondere am Abend und in der Nacht unterwegs sind. Aber der Baustellenlärm wird wieder von allein verschwinden. Nicht so das Motorengeheule.

Für Tau ist klar: Die Stadt muss mehr unternehmen, um den Lärm einzudämmen. «Offenbar reichen die bisherigen Bemühungen der Stadt nicht aus, um dieser Sache Herr zu werden. Darunter leidet wohl auch die Attraktivität von Dietikon», schreibt er in seinem Vorstoss. Sollte der Stadtrat ein Konzept zur weiteren Lärmberuhigung haben, will Tau wissen, welche Massnahmen darin vorgesehen sind und ob ein Zeitplan für deren Umsetzung besteht. Weiter will Tau wissen, ob die Stadtpolizei standardmässig mit Lärmmessgeräten ausgerüstet ist und – falls nicht – ob der Stadtrat bereit wäre, solche Geräte anzuschaffen.

Tau erhofft sich, dass die Bemühungen der Stadt Dietikon dergestalt verstärkt werden könnten, dass eine objektiv messbare Lärmberuhigung stattfindet, «die sich auch subjektiv bei der Bevölkerung bemerkbar macht». Eine Möglichkeit dafür sieht er in einem anderen heissen Eisen der Verkehrspolitik:

Ausserdem schlägt er vor, dass man mit sogenannten Lärmblitzern nicht typenkonforme Fahrzeuge identifizieren könnte, die Lärm jenseits der üblichen Lautstärken verursachen.

Stadt- und Kantonspolizei sind sensibilisiert

2018, in der Antwort auf Felbers Vorstoss, wies der Stadtrat darauf hin, dass sowohl die Stadtpolizei als auch die Kantonspolizei sensibilisiert seien und im Rahmen ihrer täglichen Patrouillentätigkeit ein grosses Augenmerk darauf richten. Regelmässige Verkehrskontrollen hätten zudem auch eine präventive Wirkung. «Ein spezielles Augenmerk wurde auf lärmverursachende Fahrzeuge und deren Lenker gelegt», heisst es auch im kürzlich publizierten Geschäftsbericht 2019. 

Meistgesehen

Artboard 1