Podcast

Kultur für zu Hause: In vier Folgen erzählen Dietiker aus ihrem Leben

Egal ob zuhause, in der Natur oder unterwegs im Pendlerleben: Das Format Podcast kann – dank Smartphone – auch mobil abgespielt werden. (Symbolbild)

Egal ob zuhause, in der Natur oder unterwegs im Pendlerleben: Das Format Podcast kann – dank Smartphone – auch mobil abgespielt werden. (Symbolbild)

Im Herbst startet Dietikon einen Podcast. Die Gespräche sollen auch ältere Menschen an das Medium heranführen. In insgesamt vier Folgen berichten unterschiedliche Personen aus ihrem Alltag.

Die Stadt Dietikon produziert bald ihren eigenen Podcast: In Gesprächen werden Bewohnerinnen und Bewohner Dietikons aus ihrem Leben und ihrer Arbeitswelt erzählen. Zunächst sollen vier Folgen produziert und monatlich veröffentlicht werden. Der Start ist für den Herbst geplant – wahrscheinlich im Lauf des Oktobers. «Wir ­haben uns diese Woche im Team zusammengesetzt und überlegt, welche interessanten Personen für die Gespräche in Frage kommen», sagt die Dietiker Kulturbeauftragte Irene Brioschi, die das Projekt lanciert hat. «Nun werden wir auf die Menschen zugehen.»

Inhaltlich soll der Podcast so vielfältig werden wie die Stadt selbst. Ob alteingesessen oder neuzugezogen, Schweizer oder Ausländer, jung oder alt: «Wir wollen ganz verschiedene Menschen porträtieren. Zum Beispiel könnte ein Förster erzählen, wie es um den Dietiker Wald steht», sagt Brioschi. Die einzige Voraussetzung sei, dass die Themen in irgendeiner Weise mit Dietikon verbunden sind. Die Interviews führen wird die Dietiker «Tages-Anzeiger»-­Journalistin Hélène Arnet.

In der Freizeit höre sie sehr gerne viele verschiedene Podcasts, sagt Brioschi. In ihrem Kopf sei die Idee, selbst einen zu produzieren, schon länger herumgeschwirrt. Weil das Coronavirus zu vielen Veranstaltungsabsagen führte, hatte sie plötzlich die nötige Zeit, ein konkretes Konzept auszuarbeiten und das Projekt an die Hand zu nehmen. In der Folge holte sie neben Arnet als Interviewerin auch die Dietiker Integrationsbeauftrage Sandra Razic ins Boot, um spannende Menschen für das Projekt zu finden. Die Dietiker Webdesignerin und Digital-Kommunikatorin Mona Sorcelli kümmert sich um den Onlineauftritt und die Werbung. Podcast-Techniker Fabian Hauser leistet technischen Support für die Gesprächsaufnahmen.

Kultur von zu Hause aus erleben

Mit dem Projekt will Brioschi eine Form von Kultur umsetzen, an der alle Menschen von überall aus teilhaben können. Das sei gerade jetzt wertvoll, weil immer noch viele Kulturveranstaltungen in der Region abgesagt werden und viele Menschen mehr Zeit zu Hause verbringen. Dank dem starken Lokalbezug hofft Brioschi, auch viele ältere Menschen, die das Format bisher noch nicht kannten, an Podcasts heranzuführen. Aber auch junge und digitalaffine Menschen soll das Projekt ansprechen. Weil es sich um eine schnell entstandene Low-Budget-Produktion handle, sei die Finanzierung kein Problem gewesen, sagt Brioschi. Wegen abgesagter Kulturveranstaltungen sei im allgemeinen Kulturbudget der Stadt noch etwas Geld übriggeblieben.

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