Dietikon
Kanu-Schnuppertag: Unfreiwillig in kühle Limmat getaucht

Es ist 14 Uhr beim Dietiker Wehr an der Limmat. Das Wetter zeigt sich eher von der garstigen Seite, nur spärlich zeigt sich die Sonne. Dennoch sind ein paar wenige Wasserratten zum Schnuppertag des Kanu-Clubs Dietikon (KCD) gekommen.

Christian Murer
Drucken
Teilen
Bei Wassertemperaturen von gerade mal 10,5 Grad gehts auf der Limmat runter in Richtung Klubhaus.

Bei Wassertemperaturen von gerade mal 10,5 Grad gehts auf der Limmat runter in Richtung Klubhaus.

Christian Murer

Unter ihnen Hanspeter Seiler aus Eggenwil bei Bremgarten. «Hier habe ich eine Wohnung, wo ich von der Terrasse aus gerade auf die Reuss sehe und mich jeweils in meiner wenigen Freizeit an den Paddlern und Kanufahrern freue», erklärt der 68-jährige ehemalige Transportunternehmer. Deshalb habe er sich nach der Pensionierung ein Schlauchboot gekauft. «Ich habe Freude an der Natur, wandere gerne, fahre ein Elektrovelo und bin auch oft mit dem Wohnmobil unterwegs.»

«Paddeln finde ich voll cool»

Zu den jüngsten Teilnehmern gehört der achtjährige Marc Siegenthaler aus Embrach. Er ist mit seinem Grossvater und KCD-Präsident Martin Isler am Schnuppertag. «Paddeln finde ich voll cool», sagt der Fussball-F-Junior.

Er sei in Frankreich schon in einem Schlauchboot und Kanu gesessen. «Hey, das macht mega Spass», resümiert der Blondschopf, der gerade mit Feueranmachen zum Grillplausch beschäftigt ist. Auch Mathias Hamburger aus Urdorf freut sich mit seiner Familie an diesem Anlass an der Natur, am Wasser und an der Bewegung. «Das lässt sich hier ideal kombinieren», meint der in Dietikon aufgewachsene 44-Jährige, der bereits als junger Bursche zum Kanuclub Dietikon gekommen ist.

Jetzt amtet er als Vizepräsident des Clubs. «Was ich sehr schätze, ist, dass wir am Mittwochabend beim freien Training mit der ganzen Familie hier sein können», sagt Hamburger, der mit seiner Gattin Daniela, den Kindern Sebastian, Benjamin und Julia beim Klubhaus mit dabei ist.

Die Boote werden flottgemacht

Klein – aber fein steht das Klubhaus der Dietiker Kanufahrer zwischen den Schrebergärten und den wunderschön spriessenden Bäumen nahe an der Limmat. Inzwischen werden hinter dem Clubhaus die Boote flottgemacht.

Tourenleiter Claude Gasser organisiert mit seinen Kolleginnen und Kollegen den Anlass. Zuerst werden die Boote, Paddel, Helme und Schwimmwesten verteilt. Anschliessend werden die Kanus auf die Gestelle montiert und mit den Autos zum Höngger Wehr nach Zürich gefahren.

Stimmungsvolle Uferlandschaft

Unterdessen sind die Boote beim Höngger Wehr startklar. Einsam und fast ungetrübt fliesst die Limmat in Richtung Dietikon. Eine stimmungsvoll blühende Uferlandschaft lädt buchstäblich zum Sinnieren ein. Tourenleiter Claude Gasser hat die Spritzdecke und die Paddelschuhe angezogen und setzt sich ebenfalls in seinen blauen Kajak «pyranha».

Die Wassertemperatur der Limmat beträgt frische 10,5 Grad. «Da ist es nicht gerade ratsam, einen Taucher ins kalte Nass zu machen», schmunzelt Gasser. Von wegen Taucher: Auf der einstündigen Flussfahrt nach Dietikon macht Ludwig unfreiwillig Bekanntschaft mit dem kühlen Nass. Brrrrr ...!

KCD-Präsident Isler aus Bachenbülach geniesst den Nachmittag: «Es würde mich natürlich freuen, wenn neue Mitglieder Spass und Plausch am Kanufahren bekämen.» Rund um die Feuerstelle beim Klubhaus herrscht nach der erfolgreichen Bootsfahrt eine fröhliche und aufgelockerte Stimmung. Bei gebratenen Würsten, Kaffee und Kuchen wird gefachsimpelt und bereits von weiteren Abenteuern auf Fliessgewässern geträumt.

Aktuelle Nachrichten