Oberengstringen
Im Schulhaus Allmend sollen Gruppenräume gebaut werden

Ab Sommer 2012 soll das Oberengstringer Oberstufenschulhaus Allmend auf Vordermann gebracht werden. Ziel ist es, dass Gruppenräume eingerichtet werden, um genügend Platz für neue Unterrichtsformen zu schaffen.

Sandro Zimmerli
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Limmattaler Zeitung

Ab Sommer 2012 soll das Oberengstringer Oberstufenschulhaus Allmend auf Vordermann gebracht werden. Ziel ist es, dass Gruppenräume eingerichtet werden, um genügend Platz für neue Unterrichtsformen zu schaffen. Der Gemeinderat hat deshalb zunächst einmal für die Phase 1 zwei Kredite von insgesamt 44'000 Franken gesprochen.

20'000 Franken sind für die Erarbeitung planungstechnisch relevanter Rahmenbedingungen, welche dem Studienauftrag zugrunde liegen sollen, 24'000 Franken für die Durchführung eines nicht anonymen Studienauftrages. Dieser soll gemäss Schulpräsident André Bender Ende November beginnen und Ende Januar abgeschlossen sein.

«Das Ziel des Gemeinderates ist es, dass wir in der Phase 2 bis im April einen Kostenvoranschlag des siegreichen Architekturbüros auf dem Tisch haben. Dann könnten wir das Geschäft im Juni 2012 an die Gemeindeversammlung bringen», sagt Bender. Für die Umbauarbeiten habe der Gemeinderat insgesamt 3,5 Millionen Franken bei den Investitionsplanungen für die Jahre 2012 und 2013 vorgesehen.

Das Schulhaus Allmend wäre damit das letzte Oberengstringer Schulhaus, welches mit Gruppenräumen ausgestattet würde. Bereits 2005 genehmigte die Gemeindeversammlung einen Kredit von 690'000 Franken für die Einrichtung entsprechender Räumlichkeiten in den beiden Primarschuleinheiten. «Mit dem Einbau von Gruppenräumen im Schulhaus Allmend haben wir noch gewartet, weil in der Zwischenzeit das Thema eines Zentralschulhauses diskutiert wurde», erklärt Bender.

Dieses Vorhaben ist mittlerweile vom Tisch. Ende Mai stellte der Gemeinderat an einer Informationsveranstaltung vier mögliche Varianten für die künftige Infrastrukturplanung im Schulbereich vor. Dabei kam er zum Schluss, dass ein einziges zentrales Schulhaus unter anderem aus Kosten- und pädagogischen Gründen nicht in Frage komme. Konkret heisst das, dass die drei bisherigen Schuleinheiten bestehen bleiben sollen, wobei das sanierungsbedürftige Schulhaus Gubrist einem Neubau weichen dürfte.

«Nachdem wir uns im Gemeinderat darauf geeinigt haben, die Planungen für ein Zentralschulhaus nicht weiter zu verfolgen, nehmen wir uns nun den Gruppenräumen an», hält Bender fest. Diese seien wichtig, damit auch im «Allmend» die Infrastruktur den heutigen Unterrichtsformen angepasst werden kann. «In den Primarschulhäusern haben wir ungefähr ein Gruppenraum pro zwei Klassenzimmer. Dort kann sich ein Teamteaching-Lehrer mit einem Teil der Klasse zurückziehen, um Gruppenarbeiten oder Aufgaben zu lösen», so Bender. In der Oberstufe werde von den Schülern vermehrt verlangt, alleine Arbeiten durchzuführen. Auch diesem Anspruch soll mit den Gruppenräumen entsprochen werden.

Wie die Räume künftig angeordnet werden – vorstellbar ist beispielsweise ein Anbau an das bestehende Schulhaus – ist Bestandteil des Studienwettbewerbes. «Wir rechnen mit vier Teilnehmern. Die drei Büros, welche den Zuschlag nicht erhalten, sollen mit je 8000 Franken für ihren Aufwand entschädigt werden. Das entspricht dem Kredit von 24000 Franken», erklärt Bender.

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