Dietikon

Hat das Warten ein Ende? Auenschutzverordnung liegt im Oktober auf, sagt der Stadtpräsident

Am Ende des KVA-Areals beginnt das Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung.

Am Ende des KVA-Areals beginnt das Naturschutzgebiet von nationaler Bedeutung.

Das kantonale Amt für Landschaft und Natur hat sich nach einer monatelangen Sendepause wieder gemeldet – nachdem der Dietiker Stadtpräsident eine Eskalation in Aussicht gestellt hatte.

Dass die Silbern der Stadt viel bedeutet, zeigte sich bei der Versammlung der IG Silbern darin, dass gleich drei Dietiker Stadträte anwesend waren: Hochbauvorstand Anton Kiwic (SP), Infrastrukturvorstand Lucas Neff (Grüne) und Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP). Letzterer durfte eine Rede halten und bestätigte darin das, was Urs Jenny schon eingangs der Versammlung gesagt hatte: Dass nämlich bald die Auenschutzverordnung vorliegen soll, auf die Dietikon schon lange wartet und ohne die der Gestaltungsplan Silbern-Lerzen-Stierenmatt blockiert ist. «Wir hatten in den letzten Tagen und Wochen einmal mehr probiert, massiv Druck auszuüben auf den Kanton. Ohne dass wir es abgesprochen hatten miteinander, gab es zudem auch Druck von privater Seite aus der Silbern. Vielleicht hat das jetzt endlich gewirkt», so Bachmann.

Am Mittwoch habe sich das kantonale Amt für Landschaft und Natur bei der Stadt gemeldet. «Dieses Amt war zuvor über Monate nicht erreichbar – immer unter dem Vorwand Corona, das war wirklich mühsam», sagte Bachmann. Er habe dem Kanton gesagt: «Wenn ich nicht bis zur Generalversammlung der IG Silbern eine Rückmeldung erhalte, dann zünden wir die nächste Eskalationsstufe und gehen zum Baudirektor.» Im Oktober soll nun gemäss Stadtpräsident die Auenschutzverordnung öffentlich aufliegen. Es sei zu hoffen, dass jetzt endlich Bewegung in die Sache komme, so Bachmann weiter. 

ETH-Studenten beteiligen sich bei der besseren Anbindung der Silbern

Der vom Volk im Jahr 2012 angenommene Gestaltungsplan sei zwar noch blockiert. «Das heisst aber nicht, dass keine Entwicklung passiert. Wir haben viele gute Beispiele, wo etwas passiert», sagte Bachmann. Wer in der Silbern Entwicklungs- oder Bauabsichten habe, solle sich melden: «Die Stadt kann die nötige Unterstützung geben.»

Auch beim Knoten Mutschellen-/Silbernstrasse will die Stadt vorwärts machen. Es gibt bereits ein Projekt. Mit privaten Grundeigentümern gibt es aber noch die eine oder andere Frage klären. Aus Gründen der Finanzierung soll der Ausbau des Knotens noch während des Baus der Limmattalbahn erfolgen.

ETH-Studenten suchen zudem nach kreativen und zugleich realisierbaren Lösungen, damit die Silbern besser an den Bahnhof Dietikon angebunden werden kann. Ihre Ideen präsentieren sie im Dezember. Die geforderte S-Bahn-Station Silbern werde man deshalb aber «nicht aus den Augen verlieren», so Bachmann. Auch habe der Stadtrat zwei Kredite gesprochen für Variantenstudien, die zeigen sollen, wie die Silbern besser für den Langsamverkehr, namentlich Velos, erschlossen werden kann.

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