Urdorf

Geschenke, von Hand gemacht

Die traditionsreiche Ausstellung von Handwerk und Kunst aus der Region findet zum 15. Mal statt.

Die traditionsreiche Ausstellung von Handwerk und Kunst aus der Region findet zum 15. Mal statt.

Am Wochenende weihnachtet es im Ortsmuseum Urdorf mit einer Adventsausstellung

Ein Markt, eine Ausstellung und eine Kaffee-Stube: Am Wochenende mangelt es im Ortsmuseum Urdorf nicht an Attraktionen. Seit 2003 findet dort die Adventsausstellung statt, wo Hobby-Künstler ab Freitagabend ihre handgemachten Produkte präsentieren und verkaufen können. Das Angebot reicht von Bienenhonig über Strickwaren bis hin zu Perlenschmuck. Anwesend sind Organisationen wie die Landfrauenvereinigung der Bezirke Zürich und Dietikon, die den Guetzli-Stand mit über 30 Sorten betreibt sowie ein Dutzend Privatpersonen, die verschiedene Güter verkaufen. Paul Lüchinger, Präsident der Stiftung Ortsmuseum Urdorf, freut sich auf die Ausstellung: «Wir sind nicht nur ein kulturelles Zentrum, sondern auch ein Ort der Begegnung.» Stolz kündigt er an, dass vor allem gestaltungsbegeisterte Urdorferinnen und Urdorfer eingeladen werden, um das Selbstgemachte zu zeigen. «Die Adventsausstellung ist eine Tradition im Dorf. Für uns ist sie auch eine Chance, unsere Einnahmen zu steigern», sagt Lüchinger. Die Museumsliegenschaft wird von der gemeinnützigen Stiftung betrieben und mit Freiwilligenarbeit unterhalten. Die Vermietung der Räume ist zudem eine wichtige Einnahmensquelle.


Ausgezeichneter Künstler


René Gehrig stellt im Ortsmuseum seine Kreationen zum ersten Mal zur Schau. Der 61-jährige Dietiker Maler und Sekundarschullehrer betreibt sein Atelier in Urdorf und schafft Bilder mit Materialien wie Skizzenpapier, Karton und Stiften. Er wurde zweimal mit den Prix de la ville de Sorèze im französischen Toulouse ausgezeichnet. Seine 30 Bilder in der Grösse zwischen 60 Zentimetern und einem Meter stellen «Zustände des Entstehens und des Zerfalls» dar, wie es auf seiner Website heisst. Seine abstrakten Werke sind entlang des Treppenhauses und auf den verschiedenen Stockwerken zu finden.
Am Sonntag findet zudem der Koffermarkt statt: Alles, was in einen Koffer hineinpasst, darf verkauft werden. «Es ist aber kein Flohmarkt», sagt Lüchinger. «Hier wird nur Handgemachtes verkauft», sagt er. Der Markt soll das Angebot an Geschenken und Mitbringseln vervielfältigen, da mehr Leute mitmachen, so Lüchinger.


Renovierte Räumlichkeiten


Im Sommer wurde das Haus aus dem 17. Jahrhundert, das seit 1995 das Ortsmuseum beherbergt, saniert und renoviert (die Limmattaler Zeitung berichtete). Äusserlich behielt das Museum seinen alten Charakter. Aber wenn man das Museum betritt, sind die neuen Elemente schnell zu erkennen: Der alte graue Teppich wich einem glänzenden Eichenparkettboden, die neuen LED-Panels sind steuerbar – das Licht lässt sich also nach Helligkeit und Farbtemperatur anpassen. Für diese und weitere Erneuerungen bekam die Stiftung über 30 000 Franken an Spenden von Gönnern und Gewerbebetreibenden.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1