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Gemeinderat meint: Polizei und Feuerwehr sollen sich das Üdiker-Huus teilen

Im kommenden Herbst soll das Stimmvolk über die neuen Pläne für das Üdiker-Huus befinden.

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Polizei und Feuerwehr sollten fortan beide im Üdiker-Huus anzutreffen sein. Das letzte Wort hat das Stimmvolk. (Archivbild)

Polizei und Feuerwehr sollten fortan beide im Üdiker-Huus anzutreffen sein. Das letzte Wort hat das Stimmvolk. (Archivbild)

Joël Decurtins (26. Juni 2020

Nun wird klar, warum der Uitiker Gemeinderat den 1,7-Millionen-Kredit für die Sanierung des Feuerwehrdepots in letzter Minute zurückzog. Eigentlich hätte das Geschäft an der Gemeindeversammlung vom November vorberaten und in diesem Frühling an die Urne kommen sollen. Damals hiess es, man befinde sich inmitten der Zentrumsplanung und habe den Gang vor die Gemeindeversammlung als zu früh empfunden. Nun ist man aber so weit. Der Gemeinderat sprach jüngst einen Kredit in der Höhe von 190'000 Franken. Mit diesem Geld soll eine Zentralisierung der Blaulichtorganisationen im Üdiker-Huus geplant und projektiert werden. Im September dieses Jahres soll das Stimmvolk über den Baukredit abstimmen können.

Das heisst, dass das Feuerwehrdepot, welches sich bereits heute im Üdiker-Huus befindet und grossen Sanierungsbedarf aufweist, nun tatsächlich saniert wird. Und die Kommunalpolizei, die ihren Posten heute wenige Meter entfernt an der Zürcherstrasse 55 hat, soll ebenfalls ins Üdiker-Huus verlegt werden. Weil eine zusätzliche Polizeistelle geschaffen werde, brauche der Polizeiposten ohnehin mehr Platz, heisst es in den Gemeindenachrichten.

Im vergangenen Juli wurde bekannt, dass die Gemeinde auf Anfang 2021 eine zusätzliche Stelle schafft. Es sei gesetzlich vorgeschrieben, dass gewisse polizeiliche Aufgaben nur von zwei, nicht aber von einem Beamten ausgeführt werden dürfen. Dazu zählen unter anderem Einsätze bei häuslicher Gewalt oder Verkehrskontrollen. Die 120 vorhandenen Stellenprozente wurden deshalb auf 200 erhöht.

An der Gemeindeversammlung im Herbst 2019 schoben die Stimmberechtigten den damaligen Plänen des Gemeinderates einen Riegel vor. Dieser wollte neben dem Feuerwehrdepot auch die Gemeindebibliothek im Üdiker-Huus unterbringen. Weil man sich jedoch davor fürchtete, dass Kinder im Feuerwehr-Ernstfall gefährdet würden, wurde der beantragte Planungskredit von 400 000 Franken auf 245000 Franken gekürzt, sodass nur die Sanierung des Depots geplant werden konnte. (aru)