Kantonsrat

Finanzierung für die Projektschau Limmattal 2025 steht

Die Regionale 2025 sorgte im Rahmen ihrer Zwischenschau mit einer Bananenplantage für Aufsehen.

Die Regionale 2025 sorgte im Rahmen ihrer Zwischenschau mit einer Bananenplantage für Aufsehen.

Der Kantonsrat hat gestern 2,3 Millionen Franken für die Fortsetzungen der Regionalen Projektschau Limmattal 2022 und 2025 bewilligt.

Was letztes Jahr mit einer Zwischenschau sichtbar wurde, kann 2022 und 2025 weitergehen: Die Finanzierung der Regionalen Projektschau Limmattal, kurz Regionale 2025 genannt, ist grösstenteils ge- sichert. Der Zürcher Kantonsrat hat gestern 2,3 Millionen Franken aus dem Lotteriefonds bewilligt. Damit erhöht sich der Beitrag des Kantons Zürich an das 2015 angelaufene Vorhaben auf 2,7 Millionen Franken. Ebenso viel trägt der Aargau bei; zudem enthält das Gesamtbudget von 7,2 Millionen Franken 1,2 Millionen von den Limmattaler Gemeinden. Diese sind laut Peter Wolf, Geschäftsleiter der Regionale 2025, ebenfalls zugesagt. Noch unsicher sei ein Beitrag von 600'000 Franken, der vom Bund oder von privaten Sponsoren und Stiftungen kommen soll. Doch Wolf ist zuversichtlich: «Die Finanzierung bis 2025 ist gesichert», sagte er.

Zusammen mit alt Kantonsrätin Brigitta Johner (FDP, Urdorf), die die Regionale 2025 präsidiert, hatte er die Debatte über den Kantonsbeitrag auf der Zuschauertribüne im Zürcher Rathaus verfolgt. Er hörte dabei viel Positives über das von ihm geleitete Vorhaben: So sei die Regionale 2025 nach Einschätzung des Bundesamts für Raumentwicklung ein «Leuchtturmvorhaben für die ganze Schweiz», wie Farid Zeroual (CVP, Adliswil) hervorhob.

Finanzdirektor Ernst Stocker (SVP) betonte: «Das mit der Regionale 2025 gewählte Vorgehen stellt einen neuen Ansatz dar, wie Bund, Kantone und Gemeinden Lösungen hervorbringen können.» Die Erfahrungen daraus könnten auch anderen Regionen zugutekommen.

Die Regionale 2025 soll zur Identitätsfindung der Wachstumsregion Limmattal beitragen, wie Johner am Rande der Ratssitzung sagte. Im Rahmen eines zehnjährigen Prozesses werden dabei aktuell 21 Projekte vorangetrieben.

Vom Klangteppich über den Bike Trail zum Bahnhof

Drei davon pickte Wolf im ­Gespräch mit der «Limmattaler ­Zeitung» als Beispiele heraus: So sollen unter dem Titel «Klangteppich Limmattal» Musikschaffende aus der Region an Musikevents zusammenkommen. In einem anderen Projekt wird der Frage nachgegangen, wie es in Zukunft mit dem Rangierbahnhof Limmattal weitergehen soll. Neben Kultur- und Siedlungsprojekten zählen auch Freizeit- und Naturprojekte zur Regionalen 2025. Darunter ist beispielsweise der Bike Trail Limmattal, der auf den Höhenzügen beidseits des Limmattals entstehen soll – mit einer Gesamtlänge von 100 Kilometern im Endausbau.

Einen ersten Vorgeschmack der vielseitigen Projekte im Zürcher und Aargauer Limmattal bot die Zwischenschau, die im Sommer 2019 stattfand. Eine weitere – ebenfalls dezentrale – Zwischenschau ist 2022 geplant, bevor es mit der Regionalen 2025 zum grossen Abschluss kommt.

«Viele Projekte werden über die zehnjährige Dauer der Regionalen 2025 hinauswirken oder bestehen bleiben», sagte GLP-Kantonsrätin Sonja Gehrig (Urdorf). Angesichts der Freiräume, die im Zuge der laufenden Verdichtung verschwänden, seien gerade Projekte zum Erhalt der Natur und kulturelle Angebote wichtig. Die Regionale 2025 sei daher eine Chance.

Ähnliche Töne waren von Rosmarie Joss (SP, Dietikon) zu hören: «Das Limmattal ist heute die grösste Baustelle des Kantons», sagte Joss. «Dietiker Kinder wissen oft besser, was ein Bagger ist, als was ein Entchen ist.» Gleichzeitig sei der Bezirk Dietikon der einzige mit zwei Gummibootanlegestellen. «Die Regionale 2025 kommt einer Region zugute, die sonst viel zu schlucken hat», lautete ihr Fazit. «Wir wollen die Einwohner abholen und zusammenbringen», fügte André Müller (FDP, Uitikon) an.

Einen Vorbehalt äusserte Romaine Roggenmoser (SVP, Bülach): Es sei problematisch, dass das vom Kanton für die Regionale 2025 bewilligte Geld nicht direkt in die Projekte, sondern in die Geschäftsstelle der Projektschau fliesse.

Darauf angesprochen, sagte Geschäftsführer Wolf: «Die Gelder fliessen in die Projekte, indem wir die Projekte unterstützen und ihnen eine Plattform bieten.» Am Ende stimmten alle Parteien für den 2,3-Millionen-Franken Beitrag an die Regionale 2025 – mit 167 zu 0 Stimmen bei einer Enthaltung.

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