Foodwaste

Essen retten per Smartphone: So stark ist «Too good to go» im Limmattal gewachsen

Mit der App «To Good To Go» sollen Lebensmittel gespart und Abfall vermieden werden.

Mit der App «To Good To Go» sollen Lebensmittel gespart und Abfall vermieden werden.

Die App «Too good to go» ermöglicht Gastrobetrieben und Supermärkten, übrig gebliebene Frischware vor Betriebsschluss günstig als zu verkaufen. Immer mehr Mahlzeiten werden über das Anti-Foodwaste-Angebot bezogen – besonders in Dietikon und Schlieren.

Innerhalb von zwei Jahren hat sich die App «Too good to go» in der Schweiz etabliert und ist weiter stark am Wachsen. Die vom gleichnamigen dänischen Unternehmen entwickelte App ermöglicht Gastrobetrieben und Supermärkten, am Abend übrig gebliebene Frischware vor Betriebsschluss günstig als Überraschungspakete zu verkaufen. Ende Juni verzeichnete die App in der Schweiz mit gut 886'000 mehr als doppelt so viele Nutzer als ein Jahr zuvor.

Insgesamt 1,343 Millionen Pakete wurden von Ende Juni 2019 bis 2020 Jahres bei den knapp 2600 teilnehmenden Betrieben bezogen, fast vier mal so viel als in der Vorjahresperiode. Laut einer Mitteilung von «Too good to go» sind mit den geretteten Mahlzeiten über 3357 Tonnen CO2-Emissionen eingespart worden, was 18'000 Flügen von Zürich nach London entspricht.

Auch immer mehr Limmattalerinnen und Limmattaler nutzen das Angebot gegen Foodwaste. In den letzten zwölf Monaten wurden in der Region 6118 Mahlzeiten bezogen, im Jahr davor waren es nur 522. Beteiligten sich Ende Juni 2018 nur vier Betriebe in Dietikon, zwei Schlieren und der Spar in Weiningen am Projekt, sind es mittlerweile 28 Betriebe in sieben Gemeinden. Ein Teil davon lässt sich damit erklären, dass die Migros im Januar ihre Partnerschaft mit «Too good to go» erweiterte. Deshalb sind inzwischen auch die Migros-Filialen in Birmensdorf, Oberengstringen, Uitikon und Urdorf dazugestossen. Aber auch kleinere Betriebe wie Grob’s Hofladen in Urdorf und die Bäckerei Frei in Geroldswil beteiligen sich daran, Lebensmittel vor dem Entsorgen zu retten.

Too good to go im Limmattal:

besonders in Dietikon und Schlieren etablliert sich die App. Von den 6118 bezogenen Überraschungs­paketen wurden 52,5 Prozent in Dietikon und 26,6 Prozent in Schlieren abgeholt.

besonders in Dietikon und Schlieren etablliert sich die App. Von den 6118 bezogenen Überraschungs­paketen wurden 52,5 Prozent in Dietikon und 26,6 Prozent in Schlieren abgeholt. 

Über drei Viertel der Pakete wurden in Städten bezogen

Die Nutzung von «Too good to go» im Limmattal zeigt, dass das Prinzip der App in städtischen Ballungsgebieten mit einer grösseren und vielfältigeren Auswahl an Angeboten am besten funktioniert. 12 der 28 Anbieter sind in Dietikon zu Hause, 10 in Schlieren. Von den 6118 bezogenen Überraschungs­paketen wurden dementsprechend auch 52,5 Prozent in Dietikon und 26,6 Prozent in Schlieren abgeholt. Diese Tendenz bestätigt sich auch bei einem Blick auf die kantonalen Statistiken. 464'000 Mahlzeiten wurden in den letzten zwölf Monaten über «Too good to go» bezogen, alleine knap 356'000 davon in der Stadt Zürich. 

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