Spreitenbach

Es trifft das Wirtschaftsherz – das Wirtschaftspodium ist abgesagt

Stephan Klapproth moderiert jeweils das Wirtschaftspodium Limmattal in der Umweltarena.

Stephan Klapproth moderiert jeweils das Wirtschaftspodium Limmattal in der Umweltarena.

Die Corona-Pandemie lässt 80 Prozent der Events ausfallen. Der grösste Wirtschaftsanlass in der Region (Wipo) fällt im November ebenfalls aus. Eine digitale Ausgabe wurde zuwenig gewünscht.

Die Entscheidung ist gefallen: Das Wirtschaftspodium Limmattal (Wipo) kann im November nicht stattfinden. Damit fällt die 21. Ausgabe des grössten Wirtschaftsanlasses der Region ins Wasser. Grund für die Absage ist die Corona-Pandemie, fehlende Planungssicherheit sowie die Sorge um die Gesundheit der Teilnehmenden, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

«Die Absage stösst auf grosses Verständnis», sagt Organisatorin Brigitte Becker. «Die Rückmeldungen fallen positiv aus, wenngleich viele ihr Bedauern bekunden.» Das Wipo bietet den Teilnehmenden eine Plattform an, um Wissen auszutauschen und Networking zu betreiben. Jedes Jahr melden sich über tausend Personen aus Wirtschaft, Politik und Gewerbe für den Event an. Das Thema war mit «Grenzenlos» für dieses Jahr bereits gesetzt. Es wird nun für die Ausgabe vom November 2021 übernommen. Vorgesehen ist zudem die erneute Verleihung des Preises für das beste Limmattaler Jungunternehmen. Dieser Wettbewerb wurde letztes Jahr zum ersten Mal durchgeführt.

Die meisten Gäste haben für 2021 wieder zugesagt

«Wir bedauern die Absage sehr, aber die Gesundheit unserer Teilnehmenden hat oberste Priorität», äussert sich OK-Präsident Fredi Pahr zur Situation. «Wir haben sämtliche Szenarien durchgespielt. Der Entscheid fiel uns alles andere als leicht», sagt er. Unter den Gästen wären Sita Mazumder, Wirtschaftsprofessorin an der Hochschule Luzern, Roland Brack, Inhaber und Gründer von Brack und André Lüthi, CEO der Globetrotter Group, gewesen. Sie hätten an der Podiumsdiskussion teilgenommen. Viele der Referenten hätten erfreulicherweise für das kommende Jahr wieder zugesagt, so Becker. «Ob der Besuch von Bundesrat Guy Parmelin in einem Jahr möglich wird, ist noch in Abklärung.»

Ein digitales Wipo fand nur wenig Zustimmung

«Wir haben kommuniziert, dass wir bis Ende Juni den Entscheid fällen werden», sagt Becker. Bis dahin seien vertragliche Verpflichtungen aufgeschoben worden, um die Kosten möglichst tief zu halten. «Wir haben jedoch alles vorbereitet, um die Detailplanung innert kürzester Zeit voranzutreiben.» Als Szenarien seien hybride Formen denkbar gewesen. So habe man im OK diskutiert, ob ein Teil physisch und ein Teil digital hätte durchgeführt werden können. Zudem habe man es in Betracht gezogen, die Teilnehmerzahl zu reduzieren.

Sponsoren sowie Firmen wurden in den Entscheidungsprozess miteinbezogen. Eine digitale Durchführung fand zu wenig Zustimmung. Der persönliche Austausch habe geholfen, um dies herauszuspüren. Viele Firmen seien sehr zurückhaltend für die Teilnahme an Grossveranstaltungen und würden Wert auf die vom Bund vorgegebenen Abstandsregeln legen. Ein umfassendes Schutzkonzept sei deshalb umso wichtiger, sagt Becker. «Ohne zugelassene Nähe ist das Networking schwierig durchzuführen.» Bei einem einfachen Dinner mit Sitzordnung wäre dies einfacher umzusetzen.

Die Pandemie führt zur Absage unzähliger Events

Die Unsicherheit trifft die Eventbranche hart. «Rund 80 Prozent aller Events wurden in der Branche verschoben», sagt Becker. Auch die 21. Ausgabe des Wirtschaftsforums der «Limmat­taler Zeitung» musste abgesagt werden. Der Event hätte Anfang Juni stattgefunden. Der neue Termin ist mit dem 15. Juni 2021 bereits festgelegt.

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