Sport

Erste Trainings in Schlieren und Urdorf verliefen erfolgreich – trotz Schutzkonzepten herrscht Freude

In Schlieren und Urdorf trainieren die Fussballer wieder. Bei den Fussballvereinen ist die Erleichterung gross.

Am Mittwochabend war es soweit: Die B-Juniorinnen des FC Schlieren durften als Erste auf den Kunstrasen. «Es ist ein Pilotprojekt für unseren Verein», sagt FCS-Co-Präsident Marco Seifriz, «wenn alles klappt, sollten unsere 2.-Liga-Mannschaft und die NLB-Frauen ab Anfang Juni ebenfalls wieder trainieren können.» Stadtrat Andreas Kriesi, der als Ressortvorsteher Werke, Versorgung und Anlagen für den Sport in Schlieren zuständig ist, beobachtete das Treiben auf dem grünen Zelgli-Rasen bei bestem Fussballwetter und überwachte auch die Einhaltung des Schutzkonzepts. «Ich bin sehr zufrieden. Alle haben sich an die Anweisungen gehalten», sagte Kriesi. Hände desinfizieren, trainieren in Kleingruppen, umziehen und duschen zu Hause, generell Abstand einhalten – alles habe nach den Vorgaben geklappt. «Da sind wir auf dem richtigen Weg», so Kriesi. Co-Präsident Seifriz äusserte sich ebenfalls positiv über die Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs: «Es hat super funktioniert. Mal schauen, wie es dann laufen wird, wenn die kleinsten Fussballer trainieren.»

In zehn Tagen werden die NLB-Fussballerinnen wieder gemeinsam trainieren. «Vorher zu starten, bringt meiner Meinung nach nichts», sagt Coach Fernando Esteban. Aber ab dem 3. Juni geht es richtig los, drei Trainings pro Woche sind geplant. «Wir werden dann sehen, wie gut sich die Spielerinnen in den vergangenen Wochen fitgehalten haben», sagt Esteban und schmunzelt. Er wird im Sommer seine zweite Saison an der Seitenlinie der Schlieremerinnen in Angriff nehmen, der Vertrag wurde jüngst verlängert. «Ich freue mich auf eine weitere Meisterschaft. Wir haben noch viel vor», so Esteban. Ebenfalls im Trainerstab bleiben wird Schlierens Urgestein Patrizia «Pätzi» Dreyer. In der abgebrochenen NLB-Saison holten die Limmattalerinnen in 14 Spielen 11 Punkte und lagen zum Schluss auf dem achten Platz in der Zehnerliga.

Auch bei den «Stieren» ist die Erleichterung gross

Seit dieser Woche trainieren praktisch alle Mannschaften der Urdorfer «Stiere» wieder, am vergangenen Dienstag fand das erste Training der 2.-Liga-Truppe auf dem Chlösterli-Rasen statt – natürlich immer im Rahmen des Erlaubten und unter strenger Einhaltung der Hygieneregeln. So wurden Gruppen zu maximal fünf Personen gebildet, die auch in Zukunft stets in derselben Zusammensetzung trainieren müssen. Alle Spieler kommen jeweils umgezogen auf den Platz und jeder hat seinen eigenen Ball dabei. Nach dem Training wird zu Hause geduscht und jeder nimmt sein persönliches Material wieder mit. «Die Ausarbeitung des Schutzkonzepts hat eine gewisse Zeit gekostet. Aber es lohnt sich, die Gemeinde hat die Plätze freigegeben und die Jungs können jetzt zusammen trainieren», so FCU-Präsident René Janz.

Der Verein hat eine dreiköpfige Taskforce gebildet, die die Einhaltung der Regeln überwacht. Juniorenchef Leandro Cicolecchia obliegt die Trainings-Rapportierung an den Schweizerischen Fussballverband. Michael Lienhart, Leiter G-Junioren und Hygiene-Experte, ist verantwortlich für die Umsetzung der Anforderungen im Bereich Social Distancing und Hygiene. Und Vereinspräsident Janz ist offizieller Covid-19-Verantwortlicher sowie zuständig für die Kommunikation mit den Gemeindebehörden und dem Fussballverband.

Apropos: Am vergangenen Montag vor Ort war auch Thomas Bollinger, in Urdorf Bereichsleiter Liegenschaften und Sportbetriebe sowie Feuerwehrkommandant. Er überzeugte sich davon, dass die Fussballer die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.

Zeitgleich mit der Wiederaufnahme des Trainingsbetriebs vermeldete der FC Urdorf, dass die 2.-Liga-Mannschaft auch in Zukunft vom aktuellen Trainerduo betreut wird. «Wir freuen uns, dass wir die Verträge mit Dragan Filipovic und Manuel Correia vorzeitig um eine weitere Saison bis im Sommer 2021 verlängern konnten», so Janz. «Dragi und Manu haben in kurzer Zeit und nach nicht einfachem Start die Mannschaft kontinuierlich weiterentwickelt. Zudem bringen sie fachlich und punkto Sozialkompetenz alle Qualitäten mit, um die Mannschaft in Zukunft noch weiter zu bringen und unsere Nachwuchsspieler einzubauen.» Auch ihre Zusammenarbeit mit den anderen Trainern und allen Funktionären beim FCU sei immer sehr konstruktiv und angenehm. Die Kaderzusammensetzung werde man, so Janz weiter, nun in Angriff nehmen. Es sei indes nicht davon auszugehen, dass es grosse Veränderung geben wird, da man eine sehr junge Mannschaft habe.

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