Urdorfer Fasnacht
Erst der Laubbläser setzte dem närrischen Treiben in Urdorf ein Ende

Der Urdorfer Fasnachtsumzug begeisterte Gross und Klein. Die Sujets variierten von Littering, über 80 Jahre Lego hin zur Grip(p)en-Impfung. Nur das Motto «Hollywood» blieb etwas auf der Strecke.

Christian Murer
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Urdorfer Fasnachtsumzug
22 Bilder
Musikpower der Gugge Heuroepfelzunft Sarmensdorf
Legopolizei aus Dintlikon
Trompeter der Gugge Reppischfäger aus Dietikon
Schwarzgeldkavallerie uas Unterlunkhofen
Edler Handelsherr der Gugge Schnierliwutz aus Dietikon
Edler Posaunenspieler der Gugge Schnierliwutz aus Dietikon
Aber, aber, aber…!
Ab in den Busch
Das Kreuz mit dem Littering
Gugge Stiereschraenzer aus Urdorf
Alles klar…
80 Jahre Lego der Gruppe Hotzewälder aus Dintlikon
80 Jahre Lego der Gruppe Hotzewälder aus Dintlikon
Trompeterin der Urdorfer Gugge Stiereschraenzer
Silvan hat die Ohren gut geschützt
Gemeinnuetziger Frauen Urdorf mit dem Sammeltuch
Grosszuegig werden Manderinen und Orangen verteilt
Schirmherr Markus Moosmann mit Majoretten
Eine Dietiker Guggihäxe am Galgen
Es leben die Guggihäxen aus Dietikon
Wer ist die schoenste Majorette im Urdorfer Fasnachtsland

Urdorfer Fasnachtsumzug

Christian Murer

Pünktlich um 14.31 Uhr startete er an der Urdorfer Weihermattstrasse beim aufgefrischten Alters- und Pflegeheim, der farbenfrohe Umzug: mit rund dreissig Wagen, prächtigen Masken und Gruppen, kunstvoll geschminkten Gesichtern – sowie mit achtzehn Guggen. Eine riesige Schar von Fasnachtsfans säumte den Umzug und liess sich von der lauten grell-pastellen Fasnachtsschlange verzaubern.

Das Thema «Hollywood» setzten allerdings nur wenige der Gruppen um. Einzig diejenige der Stiftung Solvita aus Urdorf sorgte in ihren eleganten schwarzen Anzügen für etwas hollywoodschen Glamour. Sujets wie Energie sparen, Grip(p)en-Impfung, Schwarzgeld-Kavallerie, Littering, Schlümpfe oder 80 Jahre Lego waren dieses Jahr hoch im Kurs. Und ins Sammeltuch des Gemeinnützigen Frauenvereins flatterten wie allemal «für unsere Betagten» die Nötlein.

Voll schränzende Guggen

Rund zwanzig Guggen aus nah und fern lockerten mit ihren voll schrägen Tönen den Umzug auf. Da gabs zum Beispiel die «Edlen Handelsläute» aus Dietikon, gefolgt von den mottolosen «Las Zoclas» aus dem bündnerischen Sumvitg, die Lumpenkapelle aus dem baden-württembergischen Hechingen oder die «Flüüge-Tätscher» aus Birmensdorf, die kürzlich ihr 20-Jahr-Jubiläum feierten. Die Urdorfer «Stiereschränzer» erinnerten an den nicht eingetretenen Weltuntergang mit dem Motto «2013 und wir leben noch». Und die Jugendgruppe «Notekleckler» zog mit dem Motto «Baden braucht neue Köche» durch Urdorfs Strassen.

Mundgerechte Wurfgeschosse

Während sich die Sonne im Laufe des Nachmittags langsam bemerkbar machte, regnete es an allen Orten und Enden Konfetti in rauen Mengen. Aber auch Schleckwaren, Früchte und Chips flogen von den Wagen und verschwanden in den Mäulern und Taschen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Die Knaben aus Urdorf sorgten mit ihrer Konfetti-Badewanne für «Äkschen», zahlreiche hübsche Damen landeten teilweise trotz Gegenwehr im weissen Zuber.

Reinigungsmaschinen aufgefahren

A propos Konfetti: Nach der bunten und ausgelassenen Stimmung herrschte Hochbetrieb bei der Reinigungsequipe: So zogen die Urdorfer Gemeindearbeiter mit Putzmaschinen und dröhnenden Bläsern auf, um nicht dem Laub, sondern dem Konfettisegen endgültig den Garaus zu machen – und damit die Spuren des Narrentreibens zu beseitigen.

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