Dietikon

Endlich wieder vor Publikum: Die Stadtjugendmusik spielt den «Corona Blues»

SJMD-Tambouren mit ihrem Dirigenten Roger Küng.

SJMD-Tambouren mit ihrem Dirigenten Roger Küng.

Dirigent Roman Christoffel hatte am Sonntag auf dem Kirchplatz seinen ersten Auftritt mit der Stadtjugendmusik Dietikon.

Erstmals seit dem Lockdown trat die Stadtjugendmusik Dietikon (SJMD) wieder vor Publikum auf. Wegen Corona sei aber nur wenig Zeit zum Proben geblieben und zudem habe Ungewissheit geherrscht, ob das Konzert überhaupt durchgeführt werden könne, erklärte SJMD-­Präsidentin Pia Siegrist zu Beginn am Sonntagnachmittag auf dem Kirchplatz, wo das Konzert stattfand statt wie ursprünglich geplant in der Kirche. Deshalb gebe es jetzt ein Überraschungsprogramm. «Unser neuer Dirigent hatte wahrlich keinen einfachen Start. Aber ich bin überzeugt, dass wir Sie mit unseren Stücken begeistern werden», sagte Siegrist.

Für den musikalischen Leiter Roman Christoffel war das Konzert ein Debüt. Per April hatte er als Dirigent bei der Stadtjugendmusik übernommen. Als die Proben dann dank Corona-­Lockerungen wieder erlaubt waren, lockten nur einen guten ­Monat später schon die Sommerferien. Obschon sich die Jugendmusiker und der Dirigent noch nicht so gut kannten, hatten sie ein gefälliges und abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Nachdem die Tambouren mit ihrem Leiter Roger Küng das einstündige Konzertprogramm eröffnet hatten, spielte das Zwischenkorps die drei Stücke «Work from Home», «Conquest of Paradise» und «High Five». Nach dem Zwischenkorps trommelten die Tambouren nochmals heisse Rhythmen ins maskierte Publikum in und um die gut besetzte Markthalle auf dem Kirchplatz. Dann spielte das Hauptkorps gängige Melodien vom «Star Wars Disco March» bis zu «Arabian Dances».

Die jungen Musiker haben ihn positiv überrascht

Als spezieller Gag kam zwischendurch der «SJMD im Corona Blues» daher – ein Stück, dass Christoffel speziell für dieses Konzert komponiert hatte. Bevor die ersten Töne erklangen, sprayten die Jungtambouren Desinfektionsmittel herum. Als krönender Abschluss dieser speziellen Musikstunde ertönte der Sechseläuten-Marsch in einer rockigen Fassung – frenetisch beklatscht vom zahlreichen Publikum in und ausserhalb der Markthalle.

Pia Siegrist zeigte sich nach dem Konzert hocherfreut, dass die Stadtjugendmusik überhaupt auftreten konnte. «Es war für mich in dieser Markthalle ein wunderbares Ambiente», sagte Dirigent Roman Christoffel nach dem Konzert. Die Jugendlichen vom Zwischen- und vom Hauptkorps hätten ihn total überrascht mit dem, was sie abgerufen hätten.

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