Elektromobilität
Mehr Ruhe im Quartier: Bald wird der Abfall in Bergdietikon auch elektrisch entsorgt

Die strombetriebenen Kehrichtfahrzeuge sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch leiser. Davon sollen Anwohner und Mitarbeitende gleichermassen profitieren.

Florian Schmitz
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Die Obrist Transport und Recycling AG, die in Bergdietikon für die Kehrichtabfuhr zuständig ist, hat im Herbst 2020 die ersten zwei vollelektrischen Sammelfahrzeuge in Betrieb genommen.

Die Obrist Transport und Recycling AG, die in Bergdietikon für die Kehrichtabfuhr zuständig ist, hat im Herbst 2020 die ersten zwei vollelektrischen Sammelfahrzeuge in Betrieb genommen.

zvg

Die Obrist Transport und Recycling AG, die in Bergdietikon für die Kehrichtabfuhr zuständig ist, hat bereits im Herbst 2020 die ersten beiden vollelektrischen Kehrichtsammelfahrzeuge in ihre Flotte aufgenommen. Im April stösst ein weiteres E-Kehrichtfahrzeug dazu. Bisher haben die Bergdietikerinnen und Bergdietiker von dieser Entwicklung noch nichts mitbekommen, doch das soll sich nun ändern: «Bald werden die modernen Fahrzeuge auch im Gemeindegebiet von Bergdietikon anzutreffen sein», lässt sich Geschäftsleitungsmitglied Thomas Meier in einer Mitteilung zitieren.

Obrist setzt bisher auf zwei elektrische Fahrzeuge namens Futuricum 26E von der Winterthurer Firma Designwerk. Im Sammelbetrieb können sie laut Mitteilung mit ihrer Batteriekapazität von 255 Kilowattstunden pro Ladung eine Strecke von gut 130 Kilometer zurücklegen, was für einen normalen Sammeltag reichen sollte. Der Strom für den Betrieb stamme aus erneuerbarer Schweizer Energie.

Die elektrischen Modelle sparen gegenüber herkömmlichen jährlich rund 20'000 Liter Diesel und reduzieren den CO2-Ausstoss um 60 Tonnen, wie es weiter in der Mitteilung heisst. Dabei wird nicht nur der Betrieb, sondern auch die benötigte graue Energie berücksichtigt, die für Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung anfällt. Bei der Herstellung sind Elektrofahrzeuge nämlich energieintensiver als Kraftstoffvehikel. Beim bald zum Einsatz kommenden dritten E-Kehrichtfahrzeug setzt Obrist auf ein Modell der Marke Renault, das erstmalig in der Schweiz getestet wird.

Die elektrischen Sammelfahrzeuge sind nicht nur umweltfreundlicher, sondern auch deutlich geräuscharmer unterwegs. Das soll sowohl den Bewohnern in den Quartieren wie auch den Mitarbeitenden auf dem Trittbrett zugutekommen. Meier ist deshalb überzeugt, dass Elektromobilität bei der Kehrichtabfuhr immer wichtiger wird: «Entsprechend sind wir auch bereit, heute grössere Investitionen zu tätigen, die sich mittel- und langfristig ökologisch und auch ökonomisch auszahlen werden.»

Auch andere Limmattaler Gemeinden setzen vermehrt auf elektrische Fahrzeuge. In Schlieren wurde Mitte Februar das erste E-Kehrichtfahrzeug in Betrieb genommen.