Fussball

Eine Niederlage mehr: Das späte Gegentor ärgert den FC Dietikon

Luis Serra Cruz konnte sich wieder mal als Torschütze auszeichnen.

Luis Serra Cruz konnte sich wieder mal als Torschütze auszeichnen.

In der 1.-Liga-Partie gehen die Limmattaler gegen USV Eschen/Mauren nach anfänglicher Führung mit einer 1:2-Niederlage vom Platz.

Der Frust war João Paiva anzumerken. «Ein Unentschieden wäre fair gewesen», sagte der Dietiker Trainer nach der Partie gegen den USV Eschen/Mauren. Aber Fairness beim Resultat gebe es im Fussball halt nicht. «Heute hatte halt unser Gegner den Lucky Punch.» In der Tat war der Treffer von Samel Sabanovic fünf Minuten vor dem Ende der Spielzeit kein zwingender: Sabanovic hatte aus der Distanz einfach mal abgezogen und genau in den Winkel getroffen, Dietikons Torhüter Alpay Inaner war machtlos gewesen.

Unschuldig war Inaner schon beim ersten Liechtensteiner Treffer gewesen. Nach einem Eckstoss von Eschen/Mauren lenkte Dietikons Verteidiger Jahoor Jalal den Ball ins eigene Netz ab. Jalals Eigentor bedeutete den Ausgleich für die Hausherren, die fünf Minuten zuvor noch in Rückstand geraten waren. Luis Serra Cruz hatte nach einer Flanke von David Ilic wieder einmal getroffen, diesmal per Kopf.

Es war der erste wirklich gefährliche Angriff der Limmattaler gewesen. Zuvor hatten sie sich taktisch äusserst geschickt verhalten und die Liechtensteiner, trotz deren optischer Überlegenheit, kaum zu Chancen kommen lassen. Doch nach dem Ausgleich änderte sich das Bild. Eschen/Mauren erspielte sich mehr Gelegenheiten und hätte kurz nach dem Ausgleich eigentlich in Führung gehen müssen, nachdem Inaner den Ball bei einem Abschlag direkt in die Füsse von Sabanovic gespielt hatte und dann Sabanovics Versuch mit einer spektakulären Rettungsaktion abwehrte. Ebenso zwingend war die Möglichkeit der Hausherren in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, als Sefa Gaye aus bester Position verpasste. In der zweiten Hälfte war das Geschehen wieder etwas ausgeglichener, wobei die Limmattaler den Liechtensteinern doch einige gute Chancen zugestehen mussten. «Wir haben den Gegner ins Spiel kommen lassen», sagte Paiva.

Der FC Dietikon bleibt unter dem Strich

Was den Trainer aber mehr ärgerte, waren Umstände, auf die er keinen Einfluss hatte. Beispielsweise die Nachspielzeit: Die Unparteiischen hatten diese auf drei Minuten festgesetzt. «Als wir am Dienstag gegen Red Star führten, liess der Schiedsrichter fast acht Minuten nachspielen», so Paiva. «Warum heute nur drei?» Oder der Spielplan: Mit der Partie gegen Eschen/Mauren, dem Meisterschaftsspiel vom vergangenen Dienstag gegen Red Star und der Cuppartie vom Samstag vor einer Woche hatten die Dietiker in acht Tagen gleich drei Spiele zu bestreiten. «Eschen/Mauren hatte keine Cuppartie gespielt», so Paiva. «Das hat man heute gemerkt. Wir waren etwas müde.» Am meisten enervierte sich Paiva jedoch wegen eines nicht gegebenen Penaltys. Marko Lazic war vor dem 2:1 im Liechtensteiner Strafraum zu Boden gegangen. «Das war ein klarer Elfmeter», sagte Paiva.

Sein Team habe aber angesichts der vielen Verletzten – Paiva hatte drei Spieler aus der zweiten Mannschaft mit nach Eschen genommen – eine starke Leistung gezeigt, lobte Paiva seine Truppe. «Das ist das Dietikon, das wir sehen wollen», sagte er wie schon nach der Cuppartie gegen Wettswil-Bonstetten. «Wir haben gut gespielt. Aber eben, am Schluss zählen die Tore.»

Damit bleiben die Limmattaler unter dem Strich. Der Abstand zu Höngg ist nun auf vier Punkte angewachsen. Am Samstag empfangen die Dietiker Linth, das nach dem 0:0 gegen Red Star auf Rang vier verharrt.

Matchtelegramm Eschen/Mauren – Dietikon 2:1 (1:1). – Sportpark Eschen. – 250 Zuschauer. – SR Morais; Zihlmann, Sigrist. – Tore: 20. Serra Cruz 0:1. 25. Jalal (Eigentor) 1:1. 85. Sabanovic 2:1. – Eschen/Mauren: Majer; S. Wolfinger (74. Sonderegger), Thöni, Kühne, Stähli; Meier; Gaye (67. Vuleta), Muratri; Amzi (71. F. Wolfinger), Martins Dorta; Sabanovic. – Dietikon: Inaner; Di Gregorio, Lazic, Asani, Neziri; D. Duvnjak; Jalal (59. Francisco), Ilic (90. Ajrovski); Maroufi (76. Hasani), Da Silva, Serra Cruz.

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