«Brand, gross, in Bergdietikon, Industriestrasse 21, Lackiererei, Explosion», ertönt es aus dem Handy vom Übungsgehilfen der Feuerwehr Bergdietikon, Marcel Bögli. Dann geht es los: Die Feuerwehrfahrzeuge fahren vor, das Team steigt aus und beginnt sich für den Einsatz vorzubereiten. Die Feuerwehrmänner und -frauen rennen in ihren schweren Anzügen über den Platz. Sie haben nur drei Minuten Zeit, um sich für den ersten Auftrag vom Einsatzleiter vorzubereiten. «Es ist immer wichtig, dass man zuerst die Personen rettet, bevor das Feuer gelöscht wird. Die Menschen haben immer Priorität», sagt Bögli.

In der Lackiererei steigt künstlicher Rauch. Dieser ist so dicht, dass man keinen Meter weit sehen kann. Es dauert nicht lange, bis die drei scheinbar in Gefahr Schwebenden gerettet und aus dem Gebäude getragen werden.

«Das Feuer weitergeben»

Immer wieder übergibt Florian Brändli als Leiter neue Aufträge an die Teams. Nach einer halben Stunde ist der Einsatz beendet. Die alljährliche Hauptübung der Feuerwehr wurde erfolgreich durchgeführt. Beobachtet wurde das ganze Spektakel von einem guten Teil der Bergdietiker Bevölkerung. Die Feuerwehrleute versammeln sich und nehmen das Feedback entgegen. «Der Tag ist motivierend und deshalb wichtig für die Kameradschaft», sagt der nun zum Kommandanten ernannte Stefan Brandenburger.

Die Hauptübung finde in der Öffentlichkeit statt, damit die Bevölkerung für die Arbeit der Feuerwehr sensibilisiert werde. «Man sieht so, wie viele Personen wir brauchen und wie stark wir zusammenhalten. Das Feuer für unsere Tätigkeit möchten wir den künftigen Teamkameraden weitergeben», so Brandenburger. Mit ihm wurden auch Daniel Löffel zum Wachtmeister, Florian Brändli zum Offizier und Claudio Schildknecht zum Oberleutnant befördert. «Die Hauptübung und der ganze Tag sind super gelungen», lautet Brandenburgers Fazit.