Während Gemeinderat Manuel Peer (SP) die Würste brutzelte und Michael Segrada (FDP) Getränke ausgab, nahmen am Freitagabend zahlreiche geladene Gäste in der Gemeinderatsbeiz an der Grünaustrasse im Limmatfeld Platz. Alle kamen sie, um das 60-Jahr-Jubiläum des Gemeinderats zu feiern.

Am 31. Juli 1958 hatte das Dietiker Parlament seine erste Sitzung. Als 1958 aber die Gemeindeversammlung abgeschafft und das Parlament eingeführt wurde, war vielen nicht zum Feiern zumute. Bis vor Bundesgericht gingen die Gegner. «Es hat Diskussionen gegeben, so wie vieles im Limmattal Diskussionen gibt», meinte Regierungsrätin Jacqueline Fehr (SP) in ihrer Rede. Und holte damit die ersten Lacher ab.

Sie kam auch auf die Demokratie zu sprechen. «Es ist wichtig, dass das Parlament offene Türen hat und zugänglich für die Bevölkerung ist», so Fehr. So gebe es auch künftig keinen Graben zwischen der Classe politique und der Bevölkerung. Und es sei auch gut, dass hin und wieder die Fetzen fliegen. «Wichtig ist, dass man sich dabei gegenseitig in die Augen schauen kann, nicht so wie in einem Internetforum.» Die Dietiker Gemeinderatspräsidentin Esther Sonderegger (SP) erinnerte in ihrer Rede an Erich Burri, den im Mai verstorbenen OK-Präsidenten der Gemeinderatsjubiläumsfeier. «Er hatte viel vorbereitet und gut vorbereitet.» Stephan Wittwer habe nach Burris Tod die Fäden gut in die Hand genommen.

Stadtpräsident Roger Bachmann rief dazu auf, immer das Wohl der Bürgerinnen und Bürger als gemeinsames Ziel vor Augen zu haben. Seine Rede schloss er, indem er allen einen «schönen und vergnüglichen Abend in der schönsten Stadt im Limmattal» wünschte. Die Schlieremer und Stadtzürcher nahmen es mit Humor.