Dietikon
Die Spendenaktion fürs «Zeus» ist beendet – so viel Geld ist zusammengekommen

Der Hilferuf der Dietiker Zeus-Bar blieb nicht ungehört. Im Gegenteil: Rund 200 Unterstützerinnen und Unterstützer haben im vergangenen Monat Geld gespendet.

Sven Hoti
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Zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer haben sich für das notleidende «Zeus» an der Dietiker Löwenstrasse eingesetzt.

Zahlreiche Unterstützerinnen und Unterstützer haben sich für das notleidende «Zeus» an der Dietiker Löwenstrasse eingesetzt.

Bild: Severin Bigler

Tschatsching: Die virtuelle Kasse der Dietiker Zeus-Bar auf der Crowdfunding-Plattform hat sich in den vergangenen Wochen rasant gefüllt. Bis zuletzt haben rund 200 Unterstützerinnen und Unterstützer insgesamt 37'400 Franken gespendet. Am Donnerstag ist die Spendenaktion nach einmonatiger Laufzeit zu Ende gegangen.

Fazit: «Es hat mich fast vom Hocker gehauen.» Diese Bemerkung kommt von der Mitinitiantin Esther Wyss-Tödtli vom Gewerbeverein Dietikon. Sie hat zusammen mit dem Dietiker SVP-Kantonsrat Rochus Burtscher Anfang Februar die Spendenaktion für ihr Stammlokal an der Löwenstrasse ins Leben gerufen. Dass nun innert so kurzer Zeit so viel Geld zusammengekommen ist, zeige den Zusammenhalt und die Verwurzelung der Leute in Dietikon. Wyss-Tödtli:

«Damit sagten sie: Das ist unsere Beiz und die wollen wir behalten.»

Auch ihr Kollege Rochus Burtscher zeigt sich auf Anfrage begeistert ob des Erfolgs ihrer Kampagne: «Es ist überwältigend, wie viel Sympathie unserem Treffpunkt entgegengebracht wurde.» Besonders in einer Zeit, in der die Kontakte eher heruntergefahren würden, sei es beeindruckend, dass sich die Leute für den Erhalt der Bar eingesetzt hätten, meint Burtscher.

Den Lobeshymnen seiner beiden Kollegen schliesst sich auch der Wirt des «Zeus» an. «Es ist genial, wie mich die Leute unterstützt haben», sagt Stefan Schmucki. Die grosse Solidarität mit seiner Bar sei eine «riesen» Ermunterung für ihn. «Ich hätte nie mit diesem Betrag gerechnet. Ich kann nur allen Danke dafür sagen.»

Die Bar erfuhr vor allem am Anfang der Spendenaktion eine wahre Solidaritätsflut. Die gesammelte Geldmenge auf der Crowdfunding-Plattform wemakeit.com stieg innert weniger Tage in den zweistelligen Tausenderbereich. Nach etwa einer Woche zeigte der Zähler schon 27'000 Franken an.

Bei der Wiedereröffnung soll es eine «Riesenfete» geben

Für den Zeus-Wirt waren die letzten Monate alles andere als einfach, wie er gegenüber der «Limmattaler Zeitung» zugab. Lange musste er auf Coronahilfsgelder warten und mit seinem privaten Vermögen über die Runden kommen. Allmählich schwand seine Liquidität. Die nun gesammelten Spenden beruhigten ihn, so Schmucki, auch weil er nicht mit einer baldigen Öffnung der Restaurant- und Barbetriebe rechne.

Die Namen aller rund 200 Unterstützerinnen und Unterstützer sollen dereinst auf einer Sponsorentafel in der Bar aufgeführt sein. Die Initianten Wyss-Tödtli und Burtscher stellen zudem einen Eröffnungsapéro in Aussicht. Burtscher kündigt an:

«Wenn das ‹Zeus› wieder öffnet, werde ich mit Stefan und Esther auf das gelungene Crowdfunding und auf all die Leute anstossen, die das ermöglicht haben.»

Und Wyss-Tödtli legt lachend nach: Eine «Riesenfete» werde es geben. «Ich werde Freudensprünge machen und allen ganz herzlich danken, die sich an der Aktion beteiligt haben.»

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