Die letzten Handgriffe am Scheiterhaufen für Böögg Gandhi Gandhi Lauch waren kaum gemacht, da wurde auf dem Limmatdamm die Warteschlange für die Wurstverteilung immer länger. Aber ein Unterengstringer fehlte am Mittefasten-Sonntag: Alt Informationsmeister Willy Haderer musste aus gesundheitlichen Gründen zu Hause bleiben. Nichtsdestotrotz kam er in den Genuss einer Wurst: Sein Sohn, der Informationsmeister Christian Haderer, liess sich von Obermeister Dieter Meier zweimal Wurst reichen – einmal für sich und einmal, um seinen Vater zu beliefern.

Als der Wurst-Express unterwegs war, begann die Vernissage des Ortsmuseums im Landsitz zur Weid, wo Obmann Oscar Bamert und sein Team das Stübli auf alte Art neu eingerichtet hatten. Lydia Schmalz, die selbst im von 1711 bis 1723 gebauten Haus aufgewachsen war, zerschnitt die Absperrung, woraufhin das Stübli in Beschlag und die Ortsmuseumskommission mit vielen Komplimenten bedacht wurde. Im Stübli lief der Kachelofen, an dem sich einst die Dorfbuben aufwärmten, nachdem sie dem Bauern geholfen hatten, sein Heu vor nahenden Gewittern zu retten. Hoch im Kurs war auch der Mittefasten-Klassiker des Museums: der Speckzopf.

Mittefasten-Feuerwerk 2018

Mittefasten-Feuerwerk 2018

Beim Dessert gab es die Qual der Wahl: so etwa Donuts im Bistro der Bibliothek oder viele verschiedene Kuchen in der Turnhalle Büel, wo das Fussball-Juniorenturnier des FC Engstringen für Emotionen sorgte.

Laut wie bei den Böllerschüssen am Sonntagmorgen um 6 Uhr war es beim Schützenhaus, wo das Volk – dieses Jahr besonders zahlreich – hinging, um unter Anleitung der Schützengesellschaft Volltreffer zu versuchen.

Nach diesem Sonntagsprogramm knallten erneut die Böller, bevor dann der Böögg Ghandi Ghandi Lauch lichterloh und problemlos brannte. Zum Schluss sorgte das Feuerwerk für viele Ahs und Ohs und beendete damit das dreitägige Fest, mit dem Unterengstringen den Frühling willkommen heisst.