Gleich zwei Zertifikate durfte die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) in Birmensdorf am Donnerstag entgegennehmen. Als erstes modernisiertes Verwaltungsgebäude im Raum Zürich erfüllt es die Anforderungen für die beiden Standards Minergie-P-ECO und Minergie-A-ECO.

Weil die Inbetriebnahme des Pflanzenschutzlabors zu einem hohen zusätzlichen Energiebedarf führte, lautete die Zielsetzung, diesen durch Renovationsarbeiten am Gebäude zu kompensieren. Für die Modernisierung verantwortlich zeichnet das Zürcher Unternehmen Dietrich Schwarz Architekten AG. Unter anderem wurde eine vorgehängte Holzfassade und eine Photovoltaikanlage installiert. Diese erbringt auf 750 Quadratmetern eine Leistung von rund 115 Kilowatt. Nebenbei fungiert sie auch als Dach, herkömmliche Ziegel wurden dafür nicht verbaut.

Geheizt wird das Gebäude nun fast ausschliesslich mit Holz, das aus maximal sechs Kilometern Entfernung herbeigeschafft werden darf. 20 Prozent der Energie wird durch Wärmerückgewinnung generiert, für fünf Prozent der Gesamtwärme muss noch auf einen Heizölkessel zurückgegriffen werden.

Ein Schritt in die Zukunft

Für die Konservierung der Wärme sorgt eine 24 Zentimeter dicke Glaswolle auf der ursprünglichen Fassade und eine sogenannte Wetterhaut aus Holz. Im Gebäude saugt eine raffinierte Lüftungsanlage die verbrauchte Luft ab und gewinnt so gleichzeitig Wärme zurück.
Laut Dietrich Schwarz, dem verantwortlichen Architekten, zeigt dieses Beispiel, dass auch Betriebe in der Grösse eines KMU innert nützlicher Frist von fossilen auf erneuerbare Energien umstellen können. Der Ansatz sei im Grunde nach Belieben multiplizierbar und liesse sich auch von anderen Unternehmen umsetzen, zumal er erst noch kostengünstig sei.