Die Untersuchungen zum tödlichen Unglück eines 8-jährigen Mädchens in einem Cevi-Lager im Wald oberhalb von Oetwil an Pfingsten sind in vollem Gang.

Ergebnisse liegen allerdings immer noch keine vor. Wie die zuständige Staatsanwältin Sandra Lanz von der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis auf Anfrage erklärte, könne zum jetzigen Zeitpunkt keine Auskunft erteilt werden. Wann erste Untersuchungsergebnisse vorliegen, konnte sie ebenfalls noch nicht sagen. Möglicherweise werde es noch einige Wochen dauern.

Bremsvorrichtung versagte

Ereignet hat sich der tödliche Unfall am Pfingstsonntag. Der Cevi Weiningen-Geroldswil hatte dort sein Zelt-Lager auf einer Wiese in der Nähe der Hüttikerstrasse aufgeschlagen und im Wald einen Parcours aufgebaut. Ein Posten des Parcours war eine Seilbahn, die Gruppenleiter zwischen zwei Bäumen gespannt hatten.

An einem Seil von 100 Meter Länge führte sie rund 30 bis 40 Höhenmeter bergab. Mit einem zweiten Seil gesichert, glitten daran mehrere Kinder und Jugendliche, Teilnehmende des Cevi-Lagers, zunächst kontrolliert herunter. Dann kam es zur Todesfahrt des Mädchens.

Aus noch ungeklärten Gründen versagte die Bremsvorrichtung bei dem Mädchen. Ein Lagerleiter, der am unteren Ende der Seilbahn postiert war, versuchte das Mädchen aufzufangen – vergeblich. Es raste nahezu ungebremst gegen den Baum am Seilbahnende. Schwer verletzt wurde es von der Rega ins Spital geflogen, wo es noch am gleichen Abend ihren Verletzungen erlag.

Moratorium für Seilbahnkonstruktionen

Der Unfall hat viele Reaktionen ausgelöst und dazu geführt, dass sich der Cevi-Schweiz ein Moratorium für Seilbahnkonstruktionen auferlegt hat, solange der Fall nicht geklärt ist. Das gilt auch für die Pfadi Altberg, deren Einzugsgebiet die Gemeinden Geroldswil, Oetwil und Weiningen sind.

Grosse Betroffenheit herrschte auch in Unterengstringen, wo das Mädchen zur Schule ging. Dort hat man vergangene Woche Abschied genommen, wie Schulpräsident Willi Meier erklärte.