Dietikon

Die Skulptur Joy kommt – die Fitnessgeräte vorerst nicht

Der grosse Rapidplatz im Limmatfeld ist oft unbelebt: Der Stadtrat will nun mit einem Nutzungskonzept vorwärtsmachen.

Nach wie vor stelle der Dietiker Rapidplatz eine zu grosse und öde Fläche dar, kritisierte Peter Metzinger, FDP-Gemeinderat und Präsident des betroffenen Quartiervereins Limmatfeld, in einem Postulat. Der Platz lade so weder zum Verweilen noch für Aktivitäten ein.

In seinem Vorstoss, den 17 weitere Parlamentarier aus allen Parteien mit Ausnahme von GLP und EVP mitunterzeichnet hatten, verwies er darauf, dass von verschiedenen Seiten zahlreiche Ideen aufgekommen seien, wie sich der Platz beleben liesse.

Bevor nun aber Einzelmassnahmen unkoordiniert und isoliert umgesetzt werden, fordert Metzinger einen Marschhalt: Es brauche zunächst eine Gesamtschau. Andernfalls würden «vollendete Tatsachen geschaffen, welche dann sinnvolle andere Nutzungen ver- oder behindern könnten».

Rapidplatz erhält Priorität

Dass Handlungsbedarf besteht, bestätigt auch der Stadtrat: «Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass der Rapidplatz insbesondere im Alltag nur wenig von der Bevölkerung angeeignet wird», hält er in seiner Antwort auf das Postulat fest. Der grosse Platz im Limmatfeld wirke deshalb «häufig unbelebt und leer».

Der Stadtrat will sich nun prioritär mit ihm beschäftigen: Denn eigentlich beabsichtigte er gemäss seiner «Stadtentwicklungsstrategie» von 2016, für alle Dietiker Plätze und Grünanlagen ein einziges, gemeinsames Nutzungskonzept zu erstellen. Nun will er aber als erstes eine «konkrete Nutzungsstrategie für den Rapidplatz» entwickeln, wie er in seinem Bericht zum Postulat weiter schreibt.

Diese Arbeiten werden derzeit mit Hochdruck vorangetrieben, sagt Stadtschreiberin Karin Hauser. Bis wann sie abgeschlossen werden können, stehe noch nicht fest.

Als Basis für die Nutzungsstrategie sollen in einem ersten Schritt die aktuelle Platzgestaltung und die vorhandene Infrastruktur analysiert werden. Auch das Umfeld – etwa die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung und potenzielle Nutzergruppen – sollen genauer angeschaut werden.

Basierend auf der Nutzungsstrategie soll dann ein Gesamtkonzept für den Rapidplatz entwickelt werden. Dieses wird Vorschläge enthalten, wie die Platzgestaltung angepasst werden könnte und welche Gestaltungselemente – beispielsweise Grünflächen, Wasserelemente oder Möblierung – dafür erforderlich sind. Das Ziel ist dabei, den Platz einladender zu gestalten und mit mehr Leben zu füllen.

Erste Projekt sind sistiert

Die von den Postulanten erwähnte Gefahr, dass einzelne rasch umgesetzte Massnahmen der Nutzungsstrategie und dem Gesamtkonzept in die Quere kommen könnten, sieht der Stadtrat ebenfalls.

Er hat deshalb entschieden, dass die vorgesehene Installation von Fitnessgeräten sistiert wird, bis das Nutzungskonzept für den Rapidplatz vorliegt. Erst dann zeige sich, ob die Geräte gut in das Konzept eingebettet werden könnten und sich für sie ein idealer Standort finden lasse.

Die Skulptur Joy wird trotz der ausstehenden Konzepte hingegen wie geplant bereits im Frühling oder Frühsommer auf dem Rapidplatz aufgestellt. Die Arbeiten an der sechs Meter hohen, rund zwei Tonnen schweren Skulptur seien weit fortgeschritten, hält der Stadtrat fest.

Sie werde zudem auf einem mobilen Sockel installiert. «Der Standort kann somit bei Bedarf angepasst werden.»

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