Linienführung
Die Limmattalbahn hält doch am Bahnhof Dietikon

Der Dietiker Stadtrat und die Limmattalbahn AG haben eine „überzeugende Lösung“ für die Linienführung der geplanten Limmattalbahn gefunden: Die Linienführung entspricht weit gehend der ursprünglichen Variante.

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Die geplanten Linienführung der Limmattalbahn entspricht weit gehend derjenigen des ursprünglichen Bauprojektes. (Archivbild)

Die geplanten Linienführung der Limmattalbahn entspricht weit gehend derjenigen des ursprünglichen Bauprojektes. (Archivbild)

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Es war höchste Eisenbahn: Gerade noch rechtzeitig hat die Stadt Dietikon ihre Einsprache gegen die Linienführung der Limmattalbahn zurückgezogen. Denn schon Ende März wird der Zürcher Kantonsrat über das Jahrhundertprojekt befinden, voraussichtlich einen Monat später folgt der Aargauer Grossrat. Damit das Geschäft aber definitiv traktandiert werden kann, mussten die beiden Einsprachen der Städte Schlieren und Dietikon bereinigt sein. Der Schlieremer Stadtrat hat seine Einsprache bereits im Dezember zurückgezogen. Nun haben sich auch die Stadt Dietikon und die Limmattalbahn AG auf die Linienführung geeinigt – und machen so den Weg frei für das Projekt.

Die Neue ist die Alte

Gebaut wird ab 2017

Das angepasste Bauprojekt der Limmattalbahn AG im Zentrum Dietikon wird nun noch einmal öffentlich aufgelegt. In den nächsten Wochen werden die Kantonsparlamente in Zürich und im Aargau über die Finanzierung befinden. Dieses und nächstes Jahr laufen Ausschreibung und Vorbereitung für den Bau, der ab 2017 etappenweise realisiert wird. Ende 2019 soll die erste Etappe in Betrieb gehen, Ende 2022 die zweite.

Eine «historische Dimension»

Im Mai 2014 starteten die Stadt Dietikon und die Limmattalbahn AG ein Einigungsverfahren. Involviert waren auch Fachexperten, das Zürcher Amt für Verkehr, die Bremgarten-Dietikon-Bahn (BD), der ZVV, die SBB, Vertreter der Parteien und Verbände in Dietikon sowie die katholische Kirche, die am Bahnhofplatz Liegenschaften besitzt und ebenfalls Einsprache eingereicht hat. Das Verfahren ist nun abgeschlossen. Dass man eine mehrheitsfähige Lösung gefunden habe, sei von grosser Bedeutung für das Projekt, sagte Stadtpräsident Otto Müller gestern vor den Medien: «Das hat schon fast eine historische Dimension.»

Dass man sich auf die Bahnhofsanbindung einigen konnte, ist das Resultat einer eingehenden Prüfung von insgesamt 16 verschiedenen Linienführungen und Haltestellepositionen im Dietiker Zentrum. Untersucht wurde sogar, ob man den Bahnhof der BD-Bahn verschieben könnte. Der Vergleich der Varianten hat jedoch gezeigt, dass die ursprüngliche Linienführung über Poststrasse, Bahnhofplatz und Kirchplatz in praktisch jeder Hinsicht am besten abschneidet, wie Stadtplaner Jürg Bösch sagt. So hätte die Variante Zürcherstrasse beispielsweise «massive Eingriffe» ins Stadtbild zur Folge gehabt, so Bösch: Mehrere Häuser hätten abgerissen werden müssen. Zudem wäre der motorisierte Individualverkehr stark eingeschränkt worden.

Sieben neue Massnahmen

Zur neuen Lösung gehört aber mehr als die Linienführung. Während dem Prozess sei klar geworden, dass das Bauprojekt verbessert werden müsse, so Müller: «Insbesondere am Bahnhof waren die Platzverhältnisse zu eng.» Nun sollen sieben neue Massnahmen das Zentrum aufwerten, mehr Platz schaffen und die Sicherheit erhöhen (siehe Artikel nächste Seite). Unter anderem muss dafür gegenüber des BD-Bahnhofs das Haus an der Bahnhofplatz 1 abgerissen werden. Mit der neuen Lösung ist auch die Limmattalbahn AG zufrieden, wie Gesamtprojektleiter Daniel Issler sagt: «Wir sind sehr froh über die Einigung und wir sind sehr froh, dass wir die engen Platzverhältnisse am Bahnhof verbessern können.» Erfreulich sei auch, dass man zeitlich weiterhin auf Kurs sei. Dass man die Optimierungen erst jetzt ins Projekt aufnehme, habe einen einfachen Grund, so Issler: «Wir wollten nicht damit planen, Liegenschaften abzureissen.»

Übersicht über die geplante Situation am Bahnhof Dietikon

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