Schlieren
«Die Kinderbrücke»: Die fünfte Klasse probt für das Singspiel nach Max Bolliger

Seit vier Wochen probt die Klassenlehrerin Jetti Hutter mit ihren Schülern das Stück «Die Kinderbrücke» von Max Bolliger. Heute Abend findet die erste Aufführung statt. Das Stück handelt von zwei Bauernfamilien, die durch einen Fluss getrennt werden.

Maika Schelb
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Die fünfte Klasse probt für das Singspiel «Die Kinderbrücke»

Die fünfte Klasse probt für das Singspiel «Die Kinderbrücke»

Limmattaler Zeitung

Im abgedunkelten Raum sitzen einige Kinder vor dem Bühnenrand und schauen erwartungsvoll zu, wie sich der Vorhang öffnet. Dahinter kommen zwei ihrer Mitschüler zum Vorschein. Gebannt beobachten sie das Treiben auf der Bühne. Als die Schauspieler traurig spielen müssen, ist vereinzelt Gekicher zu vernehmen. Die Spannung vor der ersten Aufführung ist bei den Fünftklässerln und Fünftklässlerinnen deutlich zu spüren.

Eine Brücke gegen Vorurteile

Seit vier Wochen probt die Klassenlehrerin Jetti Hutter mit ihren Schülern das Stück «Die Kinderbrücke» von Max Bolliger. Heute Abend findet die erste Aufführung statt. Das Stück handelt von zwei Bauernfamilien, die durch einen Fluss getrennt werden.

Sie haben so extreme Vorurteile dem jeweils anderen gegenüber, dass sie immer wieder heftig streiten. Während dem Mittagsschlaf der Eltern treffen sich die zwei Kinder der beiden Familien aber regelmässig am Fluss und klettern über die Steine zueinander.

Sie erzählen sich Geschichten und spielen miteinander. Eines Tages ist das Wasser auf einmal zu hoch, um zueinander zu gelangen. Daraufhin überreden sie die Eltern, gemeinsam eine Brücke zu bauen.

Schüler proben gerne

Jetti Hutter führt dieses Stück nun schon zum dritten Mal auf. «Ich finde diese Geschichte unglaublich schön. Kinder können Vorurteile aufbrechen und genau das zeigt diese Geschichte.» Der Klassenlehrerin macht es Spass, wenn sie merkt, dass die Kinder gerne proben.

Und das Theaterspielen scheint bei den Schülern anzukommen: «Ich probe gerne, weil wir hier alle zusammen sind», sagt die 10-jährige Ana, die im Stück eine Bäuerin spielt. «Und natürlich auch, weil wir dann keine Schule haben», fügt sie grinsend hinzu. Jeder Schüler hat im Stück eine eigene Funktion.

So wird beispielsweise sowohl das Licht, als auch die Flyergestaltung von einem Schüler übernommen. Die Verteilung der Rollen war aber nicht so einfach, denn alle Kinder sollen ja einmal im Rampenlicht stehen können.

Kinder haben Lampenfieber

Nun sind die Kinder aber bereit, ihr Können zu zeigen. Dennis, der eine Hauptrolle im Stück spielt, freut sich auf die Aufführung. Natürlich ist er aber auch ein wenig nervös. «Vor allem weil es unser erstes Theaterstück ist und dann am Abend alle Eltern zuschauen»
Aufführungen finden heute, am Mittwoch und am Donnerstag jeweils um 19:30 im Singsaal Zelgli statt.

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