Schlieren
Der Nimm- und Bring-Markt der Bibliothek Schlieren war ein voller Erfolg

Zweimal im Jahr findet der Nimm- und Bring-Markt der Bibliothek vor der Bibliothek Schlieren statt. Der Anlass ist ein Paradies für Leseratten und Musikliebhaber jeden Alters.

Christian Murer (Text und Fotos)
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Edith Gabriel (71) Urdorf (links): «Ich bin eine richtige Bücherratte. Ich komme jedes Mal an diesen Nimm- und Bringmarkt der Bibliothek in Schlieren. Bei schönem Wetter sitze ich jeweils auf dem Balkon und lese den ganzen Tag. Am liebsten betrachte ich Bücher über andere Länder.»

Edith Gabriel (71) Urdorf (links): «Ich bin eine richtige Bücherratte. Ich komme jedes Mal an diesen Nimm- und Bringmarkt der Bibliothek in Schlieren. Bei schönem Wetter sitze ich jeweils auf dem Balkon und lese den ganzen Tag. Am liebsten betrachte ich Bücher über andere Länder.»

Auf dem Trottoir vor der Stadtbibliothek Schlieren suchen die beiden Mädchen Ashmitha und Erona eifrig nach Märchen- und Rätselbüchern. Mutter Monika Kovacic findet für ihren zweijährigen Sohn Lemmard das passende Osterhasenbuch von Max Bolliger. Eine jüngere Frau ist mit zwei CDs fündig geworden. Und ein älterer Herr hat einen Papiersack voll Schellackplatten mit Mozart-Klavierkonzerten mit dem Solisten und Dirigenten Géza Anda sowie Bachflötenkonzerte mit Peter Lukas Graf vorbeigebracht.

Es ist ein reges Kommen und Gehen an diesem Mittwochmorgen. So wie ein Bring- und Nimm-Markt sein muss. Die, die kommen, bereuen ihren Besuch nicht. «Immer wieder finden sich unter den abgegebenen Schallplatten und CDs auch Besonderheiten und Raritäten», sagt Bibliothekarin Monique Roth. Zudem schätzten viele Leseratten diese Möglichkeit, ihre eigene Bibliothek aufzufrischen.

Laufend füllt Monique Roth die Tische und Bänke auf. «Wir machen dies zweimal im Jahr und das schon seit vielen Jahren», sagt die Leiterin der Schlieremer Bibliothek. Am Morgen hätten sie die aussortierten Bücher auf den Tischen bereitgestellt. Es seien schon viele Bücher abgeholt worden. Jetzt kämen laufend Bücher und CDs der Leute, die sie dann kostenlos mitnehmen können. «Da werden jedes Mal etwa 5000 Bücher, zahlreiche DVDs, CDs und Schallplatten die Besitzer wechseln», so Roth. «Über fünfzig Prozent aller Bücher sind in einem sehr guten Zustand.» Fremdsprachige – vor allem englische Bücher – seien jeweils ziemlich gefragt.

Drinnen in der Bibliothek erwärmen sich zwei Frauen bei einem heissen Kaffee. Sie blättern in den soeben neu erworbenen Büchern. Die eine liest die ersten Seiten von Thomas Manns «Buddenbrook», die andere erfreut sich an einem bunten Pilzbuch und einem tausendteiligen Puzzle.

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