Dietikon

Der neue Stadtrat hat in seiner ersten Sitzung die Ressorts verteilt

Das Sesselrücken im Stadtratssaal ist erfolgt: Infrastrukturvorstand Lucas Neff (Grüne), Schulvorstand Reto Siegrist (CVP), Finanzvorstand Rolf Schaeren (FDP), Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP), Stadtschreiberin Karin Hauser, Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP), Sozialvorstand Philipp Müller (FDP) und Hochbauvorstand Anton Kiwic (SP).

Vier neue Stadträte und drei Bisherige: Nun hat sich das neue Gremium geeinigt, wer welches Ressort übernimmt.

Der neue Dietiker Stadtpräsident Roger Bachmann (SVP) hat ein dichtes Programm: Am Freitag übernahm er das Amt von Otto Müller (FDP), am Samstag begrüsste er Bundesrat Ueli Maurer (SVP) am offiziellen Tag des Kantonalschützenfests in der Stadthalle und gestern Montag leitete Bachmann die erste offizielle Sitzung des neu zusammengesetzten Stadtrats, den das Volk in den beiden Wahlgängen am 4. März und am 22. April bestellt hatte.

Nach der gestrigen konstituierenden Sitzung verkündete der neue Stadtrat unter dem Beisein der Fraktionspräsidenten aus dem Gemeinderat seine Ressortverteilung. Die ganz grosse Überraschung blieb dabei aus. Der bisherige Finanzvorstand Rolf Schaeren (CVP), unter dessen Ägide auf dieses Jahr hin der Steuerfuss von 129 auf 126 Prozent gesenkt wurde, bleibt den Finanzen treu. «Ich bin sehr zufrieden mit meinem Ressort und auch damit, wie jetzt die Verteilung ist», sagte Schaeren. «Es sind die richtigen Leute am richtigen Ort.»

Auch Sicherheitsvorstand Heinz Illi (EVP) behält sein Amt und ist damit zufrieden. «Es ist sinnvoll, dass der Sicherheitsvorstand bleibt. Mir war wichtig, dass ich Angefangenes fortführen kann. Und in der Sicherheit bin ich einfach daheim», sagte Illi weiter, der beruflich als Safety-Verantwortlicher bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) arbeitet.

Die Sozialabteilung, vorher unter der Ägide von Roger Bachmann, übernimmt nun Philipp Müller (FDP). Schon sein Vater, alt Stadtpräsident Otto Müller, war einst Sozialvorstand, ehe er das Stadtpräsidium übernahm. «Die Sozialabteilung stand hoch auf meiner Wunschliste. Ich freue mich, dass ich das machen kann», sagte Müller gestern nach der Sitzung. Als Anwalt hat er auch schon Erfahrungen in sozialrechtlichen Fragen. «Meine erste Priorität ist es nun, die Abteilung und ihre Mitarbeiter genau kennenzulernen und eine gute Zusammenarbeit aufzubauen», sagte Müller. Zudem hielt er fest: «Roger Bachmann hinterlässt einen gut geführten Laden. Aber ich werde meine eigenen Akzente setzen.» Die Stimmung im neuen Stadtrat sei gut. Müller ist zuversichtlich, dass es gut kommt.

Lucas Neff (Grüne), der die Infrastrukturabteilung von Roger Brunner (SVP) übernimmt, ist auch nicht unglücklich mit der Ressortverteilung. «Ich bin ein Mann vom Bau, da passt die Infrastruktur», sagte Neff, der von Beruf Architekt ist. «Ausserdem gibt es so keine Interessenskonflikte.»

Reto Siegrist (CVP) übernimmt von Jean-Pierre Balbiani (SVP) die Schulabteilung. Eigentlich hätte er am liebsten die Finanzen gehabt, wie er sagte. «Aber Rolf Schaeren macht seine Arbeit so gut, da ist es klar, dass er sein Ressort behält. Die Schule habe ich auch aspiriert, sie ist mein Zweitwunsch», so Siegrist weiter. Ihm sei es wichtig, die Schule so zu führen, dass sie in ihrer Kernaufgabe weiterhin einen guten Job mache, wie schon unter Balbiani und dessen Vorgänger Gaudenz Buchli (CVP). Anzupacken gebe es aber einiges, so etwa die Schaffung von Schulraum und Tagesschulangeboten.

«Eine wirklich gute Lösung»

Anton Kiwic (SP) übernimmt von seiner Parteikollegin Esther Tonini die Hochbauabteilung. «Nach 20 Jahren SP wäre es meiner Meinung nach Zeit für einen Wechsel gewesen. Aber es gibt auch Gründe, wieso es besser ist, wenn es so bleibt», sagte Kiwic. Qualitativ gebe es an der Hochbauabteilung nichts auszusetzen. Zwei Dinge sind dem bisherigen Mitglied der Rechnungsprüfungskommission besonders wichtig. «Ich will zuerst genau verstehen, wie gross die Probleme bei den Bauabrechnungen sind. Diese gaben bisher berechtigterweise zu Unmut Anlass. Zudem ist mein Ziel, dass grosse Projekte früher diskutiert werden und sie nicht erst im Gemeinderat pfannenfertig auf totale Zustimmung oder totale Opposition stossen», führte Kiwic weiter aus. Ausserdem hielt er fest: «Ich fange jetzt in der Hochbauabteilung bei null an.»

Stadtpräsident Bachmann ist mit der Ressortverteilung zufrieden. «Ich habe mit jedem Einzelgespräche geführt, zudem haben wir im Plenum alle Optionen durchgespielt. So wie es jetzt ist, ist es eine wirklich gute Lösung. Jeder hat ein Ressort, das auf seiner Favoritenliste stand.»

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