Flora

Der Kampf gegen Neophyten geht in die nächste Runde – auf Urdorf folgt jetzt auch Schlieren

Vor einem Jahr nutzten in Urdorf rund 20 Personen das Angebot, Pflanzen einzutauschen.

Vor einem Jahr nutzten in Urdorf rund 20 Personen das Angebot, Pflanzen einzutauschen.

Im Limmattal ist das Bewusstsein, dass gebietsfremde Pflanzen in unserem Ökosystem Schaden anrichten, auffällig gestiegen. Nun laciert Schlieren am 12. September einen Eintauschmarkt: Im Werkhof können gebietsfremde gegen einheimische Pflanzen eingetauscht werden.

In Dietikon wirbst die Ausstellung «(G)Artenvielfalt» für eine Gartengestaltung mit einheimischen Pflanzen. Im Reppischtal sammelt die kantonale Baudirektion Erkenntnisse für eine grossflächigere Bekämpfung von invasiven Neophyten. Und an der Limmat warnen Plakate davor, mit Gummibooten fremde Pflanzen einzuschleppen. Das Bewusstsein, dass gebietsfremde Pflanzen in unserem Ökosystem Schaden anrichten und die Lebensräume hiesiger Tiere und Insekten bedrohen, ist in der Gesellschaft stark angestiegen.

Auch die Stadt Schlieren will ein weiteres Zeichen gegen ­Neophyten setzen. Beim nächsten Gebrauchtwarentausch im Schlieremer Werkhof am 12. September können auch Neophyten gegen einheimische Pflanzen eingetauscht werden, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt. «Für Neophyten aus dem eigenen Garten, wenn möglich mit Wurzeln, erhält man einen wertvollen einheimischen Ersatz», heisst es weiter.

Mit der Pflanzentausch-­Aktion will die Stadt einheimische Pflanzen und Insekten fördern und gleichzeitig die Bevölkerung sensibilisieren. Ein Vorbild dafür könnte Urdorf gewesen sein. Im vergangenen Juni führte die Gemeinde in ihrem Werkhof bereits einen solchen Eintauschmarkt. 

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