Limmattalbahn
Der Blick geht über das Trassee hinaus

Die Ziele Die Limmattalbahn ist aus Sicht des Dietiker Stadtrates mehr als nur ein Verkehrsprojekt.Das überarbeitete Projekt soll auch zur Aufwertung des Bahnhofsumfelds beitragen. Das schlägt sich in denMassnahmen nieder, die im Rahmen des Masterplanverfahrens definiert wurden.

Sandro Zimmerli
Drucken
Teilen
Der Blick geht über das Trassee hinaus_Bilder
8 Bilder
Erreichbarkeit Liegenschaft
Löwenplatz
Kirchplatz
Zürcherstrasse
Bahnhofplatz West
Bahnhofstrasse
Unterführung Ost

Der Blick geht über das Trassee hinaus_Bilder

Limmattaler Zeitung

Bahnhofplatz Ost: Mehr Platz für Perrons Im Bereich der künftigen Limmattalbahn-Haltestelle beim Bahnhof ist vorgesehen, einen Aufenthaltsbereich zu schaffen. Dafür muss das Haus am Bahnhofplatz 1 abgerissen werden. Weil dieser neue Platz betriebsnotwendig ist, wird das Haus im Rahmen des Projektes erworben. Verhandlungen mit dem Eigentümer wurden aufgenommen. Durch den zusätzlichen Platz können die Perrons von Limmattalbahn und BD-Bahn verbreitert werden. Dadurch erhöht sich laut Limmattalbahn AG die Sicherheit und es gibt mehr Platz für den Personenfluss.

Erreichbarkeit der Liegenschaften Aus Sicht der Verantwortlichen ist es wichtig, dass die Erschliessung der Liegenschaften beim Bahnhof weiterhin gewährleistet ist. Mit dem optimierten Projekt ist das der Fall. Die privaten Liegenschaften im Bahnhofsbereich bleiben jederzeit erschlossen, wie etwa die Tiefgarage der katholischen Kirche. Anwohner sowie die Benutzer des Kirchenzentrums können ohne wesentliche Einschränkungen durch die Haltestelle fahren. Wartezeiten entstehen nur dann, wenn eine Bahn an der Haltestelle steht.

Löwenplatz: Genug Kapazität für Verkehr Ein zentraler Punkt bei der Bewertung der geprüften Varianten war die Abstimmung zwischen der Limmattalbahn und dem motorisierten Individualverkehr (MIV). Eine Linienführung entlang der Zürcherstrasse hätte laut den Verantwortlichen zu einer zu starken Einschränkung des MIV beim Knoten Löwenplatz geführt. Mit der vorliegenden Variante ist die erforderliche Kapazität für den Verkehr auch mit der Limmattalbahn gewährleistet, da die Bahn vom Kirchplatz her kommend seitlich in die Zentralstrasse abbiegt und die MIV-Spuren nicht kreuzt.

Kirchplatz: Verkehrsfrei an Grossanlässen Derzeit führt ein Bahngleis zwischen Bahnhof und Löwenkreuzung über den Kirchplatz. Künftig wird es eine Doppelspur sein. Trotzdem soll die Begehbarkeit des Kirchplatzes auch nach dem Bau der Limmattalbahn gewährleistet sein. Das heisst, dass die Querungsmöglichkeiten am Kirchplatz für Fussgänger trotz Bahntrassee und den Durchfahrten von Bussen erhalten bleiben. Bei Grossanlässen, wie etwa dem Samichlauseinzug, soll der Platz weiterhin verkehrsfrei gestaltet werden können.

Zürcherstrasse: Aufwertung angestrebt Aus Sicht der Stadt Dietikon ist die Limmattalbahn nicht nur ein Verkehrsprojekt. Sie soll darüber hinaus auch Impulse für die Entwicklung der Stadt geben. Dazu gehört etwa die Aufwertung der Zürcherstrasse, und zwar auch jenes Bereichs zwischen Sommerau und Löwenkreuzung, der nicht von der Limmattalbahn befahren wird. Gemäss der Stadt bereitet der Kanton die weitere Planungsstufe für die Sanierung der Zürcherstrasse vor. Die Neugestaltung, das heisst die Attraktivitätssteigerung des Strassenraums, wird als ein wichtiger Baustein für die Zentrumsentwicklung betrachtet.

Bahnhofplatz West: Neugestaltung als Ziel Laut Dietikons Stadtpräsident Otto Müller wurde mit dem Masterplanverfahren nicht nur eine Verbesserung des Bahnprojektes angestrebt, sondern auch versucht, dieses in einen städtebaulichen Kontext einzubinden. Dazu gehört auch die Neugestaltung des Bahnhofplatzes West, also des bestehenden Platzes. Dieser soll durch den Abbruch zweier Liegenschaften aufgewertet werden. Ziel ist ein grosszügiger Platz. Weil dieses Vorhaben nicht in direktem Zusammenhang mit dem Betrieb der Limmattalbahn steht, muss die Stadt diese Gebäude selbst erwerben. Die Gespräche mit den Besitzern sind im Gange.

Bahnhofstrasse soll aufgewertet werden Ähnlich wie beim Ziel, den Bahnhofplatz neu zu gestalten, verhält es sich bei der Bahnhofstrasse. Eine Aufwertung der Strasse steht nicht in direktem Zusammenhang mit dem Bau der Limmattalbahn und muss auch nicht zeitgleich realisiert werden. Dennoch sieht die Stadt dort Verbesserungspotenzial. Der Aussenraum und bauliche Entwicklungen an der Bahnhofstrasse sollen die Achse attraktiver machen und den Zugang zum Bahnhof für Fussgänger und Velofahrer verbessern. Die Stadt ist dabei auf die Initiative der privaten Liegenschaftsbesitzer angewiesen.

Unterführung Ost: Umbau ist geplant Ein achtes und letztes Ziel der Stadt Dietikon betrifft die bestehende Personenunterführung bei der Poststrasse. Sie soll umgebaut und aufgewertet werden. So ist sie heute nicht gänzlich behindertengerecht. Das soll sich ändern. Dieses Ziel ist kein Ergebnis des Masterplanverfahrens, sondern wurde unabhängig davon durch die Stadt formuliert. Der Umbau der Unterführung ist als Massnahme im Agglomerationsprogramm der 3. Generation enthalten. Er soll mit einer Fussgängerbrücke über die Limmat kombiniert werden, um das Naherholungsgebiet besser zu erschliessen.

Aktuelle Nachrichten